Bohnen und Lamm aufs Korn nehmen

Wer hat gerne Lamm? Wer hat gerne Bohnen? Wer hat gerne Reis? Bene, hier lang. Es gibt Risotto con Fagioli rossi di Lucca e Angnello.

Wenn man als Erstes die Bohnen mit dem Fleisch gekocht hat, muss man sich so was von zusammenreissen: Gross ist die Versuchung, sich eine grosse Serviette um den Hals zu binden und diese Pfanne Löffel um Löffel genüsslich wegzuputzen.

Zum Glück (für die anderen) dringen die Rufe der Familie an mein Ohr: «Hung-eeer! Wann gibts Essen?». Also auf – Risotto aufsetzen.

Aber der Reihe nach: Von der Lammkeule löst man so viel Fleisch vom Knochen, wie man pro Person mag und teilt es in mundgerechte Stücke. Den Knochen entsorgen oder dem Hund überlassen.

Das war ein Scherz! Der Knochen kommt natürlich zum Fleisch in den Topf, wo er für eine besonders gute Sauce sorgt.

Die Fleischstücke (und den Knochen) sanft im Olivenöl anbraten, viel Knoblauch, ein Stück Sellerie, ein paar zerstossene Fenchelsamen und Peperoncino dazu. Salzen, pfeffern und mit einem Schluck Weisswein deglacieren.

Passierte Tomaten dazu und mit Brühe aufgiessen. Die über Nacht eingeweichten Bohnen dazugeben und auf kleiner Hitze zwei Stunden weich schmoren.

Die Bohnen der Sorte Fagiolo Rosso di Lucca sind von ausgezeichneter Qualität. Sie behalten die Form und schmecken fantastisch. Der gute Freund, der mir schon von seinem weissen Trüffel abgegeben hat, hat sie mir vom diesjährigen Salone del Gusto mitgebracht. Grazie!

Habe ich erwähnt, dass das ein guter Freund ist?

Den Carnaroli-Reis habe ich nur im Olivenöl etwas auf Temperatur gebracht. Man braucht den gar nicht gross zu parfümieren, sondern nur nach und nach mit guter Brühe angiessen.

Wenn er gar ist, kippt man von diesem grossartigen Bohnen-Lamm-Eintopf dazu und labt sich an einem herzhaften Risotto rusticano!


printf(__('%1$s to %2$s','simpla'), comments_number(__('Kein Kommentar','simpla'), __('Ein Kommentar','simpla'), __('% Kommentare','simpla')), get_the_title()) ?>

  1. Freundin des guten Geschmacks am 25. November 2012 at 21:47:

    Da sachste was. Das sieht schon ohne Risotto wahnsinnig aus.

    -
  2. lieberlecker am 25. November 2012 at 21:51:

    Herrlich! … und was gab es feines dazu zu trinken?
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    -
  3. kuechenreise am 25. November 2012 at 23:52:

    Mir läuft schon beim Anschauen das Wasser im Mund zusammen! Genau das richtige Gericht für diese Jahreszeit…

    Und solche Freunde (Bohnen, weisse Trüffel) muss man haben – ich hoffe, er bekommt auch einen Teller ab!

    -
  4. alex am 26. November 2012 at 08:43:

    Ein toller Eintrag. Ich glaube, bei mir wäre der Kochprozess vor dem Risottokochen abgeschlossen. (Lamm ins tiefe Teller und Löffel zur Hand).

    -
  5. Claudio am 26. November 2012 at 14:52:

    Hab auf den Herdade das Servas zurückgegriffen (70% Syrah, 30% Touriga Nacional), Andy: Gute Wahl! Im Nachhinein hab ich dann bemerkt, dass ich den schon beim Abstimmungswochenende zu Past e Fagioli empfohlen hatte. Hat definitiv etwas!

    -
  6. Stephan am 26. November 2012 at 22:54:

    Sind denn diese Chilis besser als frische oder getrocknete?
    Lohnt es sich, diese zu bestellen?

    -
  7. Claudio am 27. November 2012 at 00:30:

    Verstehe leider nicht, was du meinst, Stephan: Die Chilis vom letzten Beitrag oder etwa die Bohnen?

    -
  8. Christian | Outdoor-Cooking-Blog am 27. November 2012 at 12:36:

    Wow… das sieht nach einem fantastischen Rezept aus. – Liest sich wie eine haute cuisine-Variante eines Chili-Gerichts.

    Viele Grüße, Christian

    -
  9. Claudio am 27. November 2012 at 13:05:

    Jetzt wo dus sagst, Christian, hat was. Das hier könnte dich als Profi-Griller auch interessieren, vielleicht bekommst du es über dem Feuer besser hin, aber das Endresultat musst auf jeden Fall auch mal ausprobieren.

    -
  10. Stephan am 27. November 2012 at 20:11:

    Oh, da bin ich tatsächlich im falschen Rezept gelandet. Ich meinte die gefriergetrockneten Chilis aus dem anderen Rezept. Wie sind die denn, auch im Vergleich zu frischen?
    Oder ist hier die Sorte so gut, dass es sich lohnt, diese zu bestellen?

    -
  11. Claudio am 27. November 2012 at 21:15:

    Dacht ichs mir! Also ich finde sie sehr aromatisch. Vielleicht bleibt das Aroma durch das Gefriertrocknen auch länger erhalten im Gegensatz zu luftgetrockneten Chilis, kann ich noch nicht beurteilen. Die Verpackung ist jedenfalls wertig und schliesst perfekt. Die Chilis sind zudem von Hand geschnitten. Vorteil: Schöne regelmässige Ringe und keine Brösel oder “Staub” in der Verpackung. Nachteile: Es sind eben nur Ringe und keine ganzen Schoten. Wenn du Chili oder Peperoncino liebst (so wie ich) dann magst du natürlich eh die Abwechslung. Ich kaufe frische genau so gerne wie getrocknete, eingelegte oder gemahlene. Aber probier sie ruhig, die Schärfe muss eh jeder selbst beurteilen.

    -

Kommentieren



Blog (RSS), Kommentare (RSS)
Handcrafted by kubus media.