Fucking favourite Fave.

Fave

Das lange Warten hat ein Ende: Endlich frische Fave!

Bis jetzt war mein Lieblingsgericht mit getrockneten Fave der apulische Klassiker Fave e cicorie.

Nun gibt es bei italienischen oder türkischen Gemüsehändlern die ersten frischen Fave – und ein neues Lieblingsgericht damit: Fave alla poverella – Dicke Bohnen nach Bettlerinnen Art. Ebenfalls aus Apulien.

Dazu 500 Gramm frische Fave schälen und die Kerne 10 Minuten im Salzwasser weichkochen (Wasser einmal aufkochen, dann die Fave auf kleinster Hitze zugedeckt ziehen lassen). Danach abgiessen und auskühlen lassen.

Inzwischen in einer kleinen Schüssel mischen:

  • 2 EL Paniermehl (Semmelbrösel)
  • 2 EL geriebener Pecorino (oder Parmesan)
  • 1 kleines Bund frische, kleingeschnittene Minze
  • 1/2 geriebene Knoblauchzehe
  • 1 kleine, gewürfelte Peperoncinoschote
  • den Saft einer Zitrone
  • Salz

Schliesslich so viel bestes kaltgepresstes Olivenöl dazu giessen, bis die Masse feucht und geschmeidig ist. Mit den Fave mischen und am besten 2 Stunden gekühlt durchziehen lassen.

Grandioso! So viel Frische dank der Zitrone und der Minze. Eine geballte Ladung Umami dank dem Käse, den Semmelbröseln und dem Knoblauch. Ein wenig Schärfe dazu und dann dieser grasige, cremige Geschmack der Fave.

Fave alla poverella

Wie konnte ich das nur so lange verpassen? Das müsst ihr probieren!

Fave alla poverella


14 Kommentare zu Fucking favourite Fave.

  1. Susann Aeberhard am 1. Mai 2016 at 22:07:

    Muss ich unbedingt ausprobieren. Sieht sehr schön aus und riecht himmlisch und förmlich schon nur beim Lesen 🙂

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  2. Eva am 2. Mai 2016 at 07:17:

    Es gibt doch auch noch das Puré aus Fave.. himmlich aber ich finde das Rezept nirgends….

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  3. Claudio am 2. Mai 2016 at 08:44:

    Habs gestern zum ersten Mal zubereitet und mich sofort verliebt, liebe Susann. Ich hab doch auf das Puree-Rezept verlinkt, Eva: „Fave e cicorie“ im zweiten Satz.

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  4. Verena pauli am 2. Mai 2016 at 09:34:

    Bei uns in Florenz gibt es ein Gericht das heisst Barcelli e pecorino. Sehr junge Fave Bohnen, ungekocht!, mit Pecorinowürfeln und Olivenöl, s p mischen- fertig … Best ever mit Sciacciata ( so eine Art Foccaccia in der Toskana)

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  5. Claudio am 2. Mai 2016 at 09:44:

    Oh si, cara Verena! In und um Rom isst man sie auch so. Manchmal schält sogar jeder seine eigenen Schoten und isst die Fave direkt. Dazu Pecorino und Pizza bianca. Che spettacolo!

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  6. Thea am 2. Mai 2016 at 11:23:

    Wenn meine Gleitsichtbrille mich nicht täuscht, hast Du die einzelnen Kerne nicht enthäutet?

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  7. Claudio am 2. Mai 2016 at 11:29:

    Richtig erkannt, liebe Thea. Ich hab das Salzwasser einmal aufgekocht und die Fave dann 10 Minuten bei schwacher Hitze zugedeckt blanchiert. Die Kerne waren kompakt, die Haut intakt und von der Konsistenz her hatten sie noch leicht Biss.

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  8. Margit Kunzke am 2. Mai 2016 at 22:33:

    Danke Claudio, für dieses herrliche Rezept mit Fave. Das kannte ich noch nicht, wo ich doch diese Dicken Bohnen liebe. Das wird schnell nachgekocht, denn bei uns in Spanien geht die Fave-Saison allmählich zu Ende.

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  9. Arnaldo am 4. Mai 2016 at 09:48:

    Maestro. Mein Titel hier wäre: ‚Fare l’amore con le fave!‘ Vielleicht weniger Alliteration dafür mehr Italianità? Falls wir letzteres auf Deinem Blog überhaupt benötigen?
    Dieser ist wirklich ‚ispirazione pura‘; macht sogar einen alten Sangaller – con assoluta assenza di radici italiane -, jedes Jahr verliebter in Italien, seine Leute, sein Essen und seine Weine.
    Wobei ‚essere innamorato‘ nicht das gleiche ist wie ‚fare l’amore‘; leider. So I might just as well go fucking fave.

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  10. Claudio am 8. Mai 2016 at 12:06:

    Gut geworden, Margit? Con piacere, caro Arnaldo, wie sagte schon Rossini? L’appetito è per lo stomaco quello che l’amore è per il cuore!

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  11. cookingdaddy am 8. Mai 2016 at 13:22:

    Fave? Kannte ich bis jetzt gar nicht. Optisch sieht das aber wirklich lecker aus. Der Text klingt auch lecker. Gibt es dann noch einen Grund es nicht auszuprobieren? Denke nicht 🙂
    Da werde ich morgen doch direkt mal losziehen und schauen wo ich Fave finde.
    Vielen Dank für das Rezept.

    Gruß, Martin

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  12. Claudio am 8. Mai 2016 at 22:59:

    Wünsch dir Glück beim Einkaufen, cookingdaddy! Das Gericht wird dir bestimmt schmecken.

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  13. Mathias am 19. Juli 2016 at 16:08:

    …habs in Ermangelung der dicken Bohnen mit frischen Erbsen gemacht. War auch köstlich. Falls ich Saubohnen entdecke, schiebe ich das Original nach…..

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  14. Edible discoveries | sabas am 30. Mai 2017 at 15:44:

    […] lemon juice and olive oil. The result was underwhelming, which was certainly not the fault of the recipe. I even tried it twice, because I thought the recipe was so good, it just had to work. I bought […]

    -

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