{"id":138,"date":"2007-10-18T23:55:54","date_gmt":"2007-10-18T21:55:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=138"},"modified":"2007-11-03T12:33:03","modified_gmt":"2007-11-03T10:33:03","slug":"o-salame-mio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=138","title":{"rendered":"O Salame mio!"},"content":{"rendered":"<p>Ich kann es nicht fassen: <a href=\"http:\/\/www.20min.ch\/tools\/suchen\/story\/21797532\">Blutbad<\/a> in Reggio Emilia! Es ist noch keine Woche her, seit ich da war. Im Herzen der Emilia Romagna. Jetzt blutet es.<\/p>\n<p>Als naiver Fress-Touri konnte ich kaum satt werden. Nicht vom Essen, nicht von den Menschen noch von den Strassenbildern mit den alten Fassaden \u2013 Pfirsichrot und Khakigelb. <\/p>\n<p>Alles hier ist so intim, so \u00fcberschaubar und intakt. Die Altstadt w\u00e4re ein perfektes Retro-Filmset. Man h\u00f6rt noch die Droschken aus Verdis Zeit klappern. Piazza Prampolini \u2013 so gross und doch so still, eine Wohnstube unter freiem Himmel.<\/p>\n<p>Die Bars stellen Sofas auf die Piazza. Nicht einfach vors Caff\u00e8, nein, auf den Platz. Und dann sitzt man abends da wie bei guten Freunden zuhause und unterh\u00e4lt sich bei einem Amaro. <\/p>\n<p>Dieser Ort ist mystisch, mit seinem typischen Nebel der Po-Ebene, im gelben Licht der Laternen. Ein Mikroklima, in welchem Parmiggiano Reggiano, Rohschinken, Salami und Culatello heranreifen und wo Traubenmost zur wertvollen Essenz <a href=\"http:\/\/www.acetobalsamicotradizionale.it\/\">Aceto Balsamico Tradizionale<\/a> konzetriert wird. <\/p>\n<p>Und hier gibt es die Antica Salumeria Giorgio Pancaldi: Das Schlaraffenland der Salamis, das Paradies des Prosciutto.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/salumeria_pancaldi_31.jpg' alt='Salumeria_Pancaldi_3' \/><\/p>\n<p>Alles supertradizionell: die Produkte, die Kundschaft, die Angestellten. Zuerst wird man beraten, man probiert, schmeckt und sucht aus, dann wird gewogen und eingepackt und ein Ticket ausgedruckt. Mit dem geht man r\u00fcber zur Kasse, bezahlt und erst dann darf man wieder zum Verk\u00e4ufer und sich seinen Einkauf holen.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/salumeria_pancaldi_2.jpg' alt='salumeria_pancaldi_2.jpg' \/><\/p>\n<p>Sch\u00f6n dekadent auch der vollgeladene Einkaufswagen(!) mit Prosciutto Crudo vor dem Eingang. Und die verwitterten Preistafeln mit Tiefpreisen (Offertissima!!!) \u2013 als ob es um den Preis ginge.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/salumeria_pancaldi_1.jpg' alt='salumeria_pancaldi_1.jpg' \/><\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/salumeria_pancaldi.jpg' alt='salumeria_pancaldi.jpg' \/><\/p>\n<p>Ich werde nicht schlau aus dieser Region. Das ist Fellini-Land, alles irgendwie surreal. So traditionell und doch zerfallen, so innovativ und doch unter den R\u00e4dern.<\/p>\n<p>Man arbeitet hier f\u00fcr 1300 Euro im Monat, aber schon die Schuhe, die sie tragen, kosten 325 Euro. Rentner tragen hier nicht Mephisto, sondern W\u00fcrde. Und das sieht verdammt schick aus! <\/p>\n<p>Der Blutt\u00e4ter, der die Idylle getr\u00fcbt hat, wurde \u00fcbrigens von der Polizia erschossen. <\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich kann es nicht fassen: Blutbad in Reggio Emilia! Es ist noch keine Woche her, seit ich da war. Im Herzen der Emilia Romagna. Jetzt blutet es. Als naiver Fress-Touri konnte ich kaum satt werden. Nicht vom Essen, nicht von den Menschen noch von den Strassenbildern mit den alten Fassaden \u2013 Pfirsichrot und Khakigelb. 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