{"id":147,"date":"2007-10-23T01:38:09","date_gmt":"2007-10-22T23:38:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=147"},"modified":"2007-10-23T01:52:48","modified_gmt":"2007-10-22T23:52:48","slug":"klassik-um-halb-eins","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=147","title":{"rendered":"Klassik um halb eins"},"content":{"rendered":"<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/lutter_6.jpg' alt='lutter_6.jpg' \/><\/p>\n<p>Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss. Nichts scheint dem Sundgauer D\u00f6rflein Lutter ein einziges Grashalm zu kr\u00fcmmen. Eine vergn\u00fcgte halbe Ausfahrtsstunde von Basel ist man \u2013 ohlala! \u2013 schon mitten im Nirgendwo. <\/p>\n<p>Hierhin, in die <a href=\"http:\/\/inconnexion.online.fr\/aubergepaysanne\/\">Auberge Paysanne<\/a>, kamen schon die Eltern der Eltern von der Schweiz zu den Eltern der Eltern der heutigen Wirtin zum Sonntagsessen. Und das Wichtigste, was man dabei haben sollte, ist viel, viel Zeit und einen grossen Appetit.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/lutter_1.jpg' alt='lutter_1.jpg' \/><\/p>\n<p>Wenn wir heute, wie immer und hoffentlich bis in alle Ewigkeit, wieder das Menu mit <a href=\"http:\/\/www.kochpiraten.de\/wissen\/Chateaubriand.html\">Chateaubriand<\/a> bestellen, werden wir kaum vor halb f\u00fcnf raus kommen. <\/p>\n<p>Vier Stunden essen, eine Stunde f\u00fcr hin und zur\u00fcck \u2013 doch, so bekommt man einen Sonntag locker rum. Nachhause schafft man es gerade noch vor dem Eind\u00f6sen: Mit einem dicken B\u00e4uchlein und zufrieden l\u00e4chelnd.<\/p>\n<p>Die Fliegen schwirren zur Begr\u00fcssung um den Kopf, schliesslich heisst die Auberge ja paysanne. Und tats\u00e4chlich gibt es links und rechts Bauernh\u00f6fe und vermutlich mehr Pferde als Einwohner. <\/p>\n<p>Innen gibt es noch immer den grossen Tresen, an dem sich \u2013 immer weniger \u2013 gummibestiefelte Herren stehend ein <a href=\"http:\/\/www.1664.com\/page.php\">Seize Cent Soixante Quatre<\/a> genehmigen und sch\u00fcchtern die essende Klientel in der Stube be\u00e4ugen, bevor sie sich wieder ihrem Tagewerk widmen. Die Wirtefamilie sitzt meistens auch am Ecktisch und speist mit (fr\u00fcher sogar im Generationenverbund mit O-Papa und Enkelkindern). <\/p>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/inconnexion.online.fr\/aubergepaysanne\/articles.php?lng=fr&#038;pg=71\">Speisekarte<\/a> nehmen wir zwar jedesmal entgegen, aber das ist eine reine Alibi\u00fcbung. Wir wissen ja, weswegen wir gekommen sind.<\/p>\n<p>Das Menu zu 38 Euro bietet eine Auswahl an Vorspeisen \u2013 neuerdings nach einem <a href=\"http:\/\/www.kochpiraten.de\/wissen\/Amuse%20bouche.html\">Amuse Bouche<\/a> (Avocadomousse, Crevetten, Balsamico).<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/lutter_2.jpg' alt='lutter_2.jpg' \/><\/p>\n<p>Wenn man ein Herz f\u00fcr Tiere hat, aber irgendwie am falschen Fleck, wird einem die hausgemachte <a href=\"http:\/\/www.kochpiraten.de\/wissen\/Foie%20Gras.html\">Foie Gras<\/a>-Terrine vorz\u00fcglich schmecken.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/lutter_3.jpg' alt='lutter_3.jpg' \/><\/p>\n<p>Das Chateaubriand mit <a href=\"http:\/\/www.kochpiraten.de\/wissen\/B\u00e9arnaise.html\">Sauce B\u00e9rnaise<\/a> wird zweimal serviert, dazu gibts viel Gem\u00fcse, Pilze je nach Saison und die besten Pommes Frittes, die man sich nur w\u00fcnschen kann.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/lutter_4.jpg' alt='lutter_4.jpg' \/><\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/lutter_5.jpg' alt='lutter_5.jpg' \/><\/p>\n<p>Zum Schluss gibt es eine sch\u00f6ne K\u00e4seauswahl,<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/lutter_7.jpg' alt='lutter_7.jpg' \/><\/p>\n<p>zum Beispiel mit dem obligaten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M\u00fcnsterk\u00e4se\">M\u00fcnster<\/a> (gerne mit etwas K\u00fcmmel dazu).<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/lutter_8.jpg' alt='lutter_8.jpg' \/><\/p>\n<p>Die Teller werden eigentlich mengenm\u00e4ssig human angerichtet. Das Problem aber ist, dass man Frittes und B\u00e9rnaise nachbestellen kann, bis es einem zu den Ohren raush\u00e4ngt. Dies und die Tatsache, dass man sich beim K\u00e4se meistens grob \u00fcbersch\u00e4tzt, f\u00fchrt zwangsl\u00e4ufig zum \u00dcberfressen.<\/p>\n<p>Aber irgendwie m\u00fcssen der Ap\u00e9ritif, der sch\u00f6ne Riesling und der Pinot Noir ja absorbiert werden, bevor man sich wieder ins Auto setzt. Zur Not bringt man mit einem Sorbet au Vodka alles wieder ins Lot.<\/p>\n<p>Und ist es nicht herzerweichend zu sehen, dass es nicht einmal die Convenience-Kindereisbecher bis hierher geschafft haben?<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/lutter_9.jpg' alt='lutter_9.jpg' \/><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss. 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