{"id":2319,"date":"2011-07-31T03:20:45","date_gmt":"2011-07-31T01:20:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=2319"},"modified":"2011-08-02T18:08:29","modified_gmt":"2011-08-02T16:08:29","slug":"spuma-adriatica","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=2319","title":{"rendered":"Spuma Adriatica"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Spuma-Adriatica_s.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2320\" title=\"Spuma Adriatica\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Spuma-Adriatica_s.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Spuma-Adriatica_s.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Spuma-Adriatica_s-300x213.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der kleine Nachtfalter setzt auf der Etikette auf. Abrupt,\u00a0aber bestimmt. Als w\u00e4re es ein rettender Hafen\u00a0in dieser dicken, salzigen Abendluft.<\/p>\n<p>Reglos verweilt er auf dem k\u00fchlen, beschlagenen Papier. Seinen Arm sch\u00fctzend \u00fcber San Giorgio gelegt. Wie ein halbierter Mantel. An diesem Ort der adriatischen K\u00fcste, der den Namen des Heiligen tr\u00e4gt: Porto San Giorgio.<\/p>\n<p>Welch <em>bella Figura<\/em> diese Motte da macht. Den Schoner mit den polarweissen Segeln flankierend. Gerade so, als sei sie beim Entwurf vergessen gegangen und nun das Bild rechtm\u00e4ssig komplettiert.<\/p>\n<p>Der Falter ist ein Spanner. Nicht so einer wie wir. Seine Familie sind die Braunstirn-Weissspanner. Unsere die der rotbraun-gl\u00e4nzenden Touristen, die verstohlen andere rotbraun-gl\u00e4nzende Touristen begaffen, nicht durchschauend, dass sie ebenso begafft werden.<\/p>\n<p><em>In vetro \u00e8 meglio,<\/em> das stimmt, im Glas schmeckt es besser. Alles schmeckt besser, wenn man den Tag am Meer verbracht hat und sich noch salzig und paniert auf die Bank an der Strasse vor dem <em>Pizza al Taglio<\/em> setzt.<\/p>\n<p>Nur, diese Pizza, die ist unerwartet gut. Genau wie diese Spuma Adriatica. Dieser wie aus der Mottenkiste gehievte, klebrige, bitters\u00fcsse Chinotto-Sprudel, der seit 1947 mit der derselben Etikette, Rezeptur und \u2013 ohne Internetz daherkommt.<\/p>\n<p>Der Pizzaiolo ist am Rudern. Er tritt vor den Laden und raucht und kann nicht mehr. Tags\u00fcber liegen seine G\u00e4ste wie tote Fliegen an der Sonne und jetzt sirren sie versessen auf eine schnelle Pizza wie Moskitos in die Bude.<\/p>\n<p>Und Moskitos wollen nicht warten. Also flirren sie ohne Pizza weiter. Und der Pizzaiolo f\u00fchlt sich wie ein Rabenpizzaiolo. Was er auch ist. Denn seine Pizzeria heisst dal Corvo.<\/p>\n<p>Uns k\u00fcmmert das nicht. Wir zwinkern ihm zu und muntern ihn auf, noch einmal einen Frisbee f\u00fcr uns nachzulegen. So schnell wird er uns nicht los. Er zieht drei Mal an seiner Zigarette und gibt sie an den minderj\u00e4hrigen Pizzaburschen weiter, der daran zieht, wie eine M\u00fccke saugt. Mit einem langen Gesicht.<\/p>\n<p>Oh, Moon of Adriatica, we now must say goodbye. Show us the way to the next Summernight. Oh, dont ask why.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der kleine Nachtfalter setzt auf der Etikette auf. Abrupt,\u00a0aber bestimmt. Als w\u00e4re es ein rettender Hafen\u00a0in dieser dicken, salzigen Abendluft. Reglos verweilt er auf dem k\u00fchlen, beschlagenen Papier. Seinen Arm sch\u00fctzend \u00fcber San Giorgio gelegt. Wie ein halbierter Mantel. An diesem Ort der adriatischen K\u00fcste, der den Namen des Heiligen tr\u00e4gt: Porto San Giorgio. 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