{"id":273,"date":"2007-12-12T19:55:21","date_gmt":"2007-12-12T17:55:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=273"},"modified":"2007-12-13T03:36:18","modified_gmt":"2007-12-13T01:36:18","slug":"erntedankfest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=273","title":{"rendered":"Erntedankfest"},"content":{"rendered":"<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ak_session_1.jpg' alt='Kochbuch' \/><\/p>\n<p>Das erste reale anonyme Gek\u00f6che ist unter anderem dem Anstoss zweier G\u00f6nner zu verdanken: <a href=\"http:\/\/www.olivenoelkontor.de\/index.php\/\">Mike Seeger<\/a> und <a href=\"http:\/\/viva-vino.de\/\">Matthias Metze<\/a>.<\/p>\n<p>Wir haben uns mit einem weinenden und einem lachenden Auge an die Verkostung gemacht, denn Comenius, der als dritter AK-Autor h\u00e4tte dabei sein sollen, zog die Geburt seines Sohnes unserem gemeinsamen Festessen in letzter Sekunde vor (bist entschuldigt): ALLES GUTE, MEU FIGU MAS LINDU!!!<\/p>\n<p>Von Mike haben wir das toskanische Spitzen\u00f6l <a href=\"http:\/\/www.olivenoelkontor.de\/index.php\/component\/page,shop.product_details\/flypage,shop.flypage\/product_id,2172\/category_id,493\/manufacturer_id,0\/option,com_virtuemart\/Itemid,26\/\">Viridum<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.olivenoelkontor.de\/index.php\/component\/option,com_virtuemart\/page,shop.product_details\/flypage,shop.flypage\/category_id,554\/product_id,2566\/Itemid,26\/\">Himalaya-Kristallsalz<\/a> erhalten. Matthias hat unsere Teilnahme bei den <a href=\"http:\/\/www.genussblogs.net\/award\">Genussblog Awards<\/a> mit einer Flasche grauem Burgunder von Wittmann (nicht mehr im Sortiment?) honoriert.<\/p>\n<p>Der Mund ist schnell w\u00e4ssrig gemacht mit ein paar Tr\u00fcffeloliven von <a href=\"http:\/\/www.globus.ch\/gl_cms\/d-index.php?g_sprache=d&#038;g_pda=0&#038;g_x29=4.5&#038;g_t29=3.7\">Globus<\/a>.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ak_session_5.jpg' alt='Oliven' \/><\/p>\n<p>Die erste Degustation des Oliven\u00f6ls geschieht pur: Direkt ab Kaffeel\u00f6ffel mit lauten Stakkato-Einsaugger\u00e4uschen. <\/p>\n<p>Das Sauerstoff-\u00d6l-Gemisch entfaltet sofort ein mildes, nussig-fruchtiges Aroma. Dennoch moderat und zur\u00fcckhaltend. Im Hals jedoch erweist es sich als echter Feger! Es kratzt heftig und lang \u2013 typisch f\u00fcr toskanisches \u00d6l. Ich pers\u00f6nlich bevorzuge deshalb mildere \u00d6le aus Ligurien.<\/p>\n<p>Zu Datterini-Tomaten oder zu knusprigem Brot mit etwas Meersalz verm\u00e4hlt es sich hervorragend. Im Verlauf des Abends wird es sich dann bei allen Speisen wunderbar einf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Nun zum Salz. Was f\u00fcr eine Entdeckung! Patrick und ich hatten beide noch nie Himalayasalz probiert. Wir verwenden grunds\u00e4tzlich Meersalz und diverse Fleurs de Sel, ab und zu auch ein Sel de Gu\u00e9rande.<\/p>\n<p>Unser Versuch war gemein und hinterfotzig, zugegeben. Aber krasser gehts nimmer: Im Direktvergleich mit der Zunge probierten wir Jurasalz gejodet und das Himalayasalz. <\/p>\n<p>Heilige Saurierkacke schmeckt das Jurasalz scheisse! Hart, flach, metallisch, chemisch, grau, beengend, wie wenn man ein leicht oxydiertes Metallst\u00fcck lutschen w\u00fcrde. Das Himalayasalz hingegen ist weich, tief, aromatisch (obwohl sehr geschmacksneutral), breit, warm, farbig \u2013 unglaublich. <\/p>\n<p>Auch das Salz haben wir bei allen Kochvorg\u00e4ngen eingesetzt und das war gut so. Den Durst mussten wir sofort mit reichlich <a href=\"http:\/\/www.brasseriefischer.com\/brasserie-fischer.htm\">Fischer-Bier<\/a> l\u00f6schen.<\/p>\n<p>Zwischendurch durfte ich Patricks Geschenk mit der Hammerillu auspacken.<br \/>\nDas sehr sch\u00f6ne Buch von Peter Jenny \u00ab<a href=\"http:\/\/www.jenny.arch.ethz.ch\/WWK.html\">Mit dem Essen spielt man nicht?<\/a>\u00bb merci, Patty!<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ak_session_4.jpg' alt='Illustration' \/><\/p>\n<p>Patrick bereitete uns derweil ein paar konfierte Zwiebeln zu:<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ak_session_3.jpg' alt='Zwiebeln' \/><\/p>\n<p>F\u00fcr die Vorspeise wollte ich den Loup de Mer mit dem Grauen Burgunder von Wittmann bekannt machen (wie <a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=201\">versprochen<\/a>). Aber wieder einmal hat sich der bl\u00f6de Barsch verweigert, statt in der Fischauslage auf mich zu warten. So musste ich auf einen Seeteufel ausweichen (was mir, ehrlich gesagt, sehr entgegen kam). <\/p>\n<p>Die Medaillons wurden je Seite 2 Minuten im Butter-Oliven\u00f6l-Gemisch anger\u00f6stet. <\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ak_session_6.jpg' alt='Seeteufel' \/> <\/p>\n<p>Gesalzen und gepfeffert kommen sie dann auf ein Salatbett von jungem Spinat (ja, Spinat, roh), dazu kommen ger\u00f6stete Pinienkerne und etwas Aceto Balsamico mit Mikes gutem Oliven\u00f6l. Der Weisswein? Einfach perfekt dazu!<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ak_session_7.jpg' alt='Lotte' \/><\/p>\n<p>Unser Pi\u00e8ce de r\u00e9sistance waren dann 4 (in Worten: vier) wundersch\u00f6ne Schweinekoteletts mit ganzer Schwarte der Macelleria Italiana Caprano, die Patrick von der Markthalle Stuttgart mitgebracht hatte. Der ultimative Test bei diesem Gang hiess: Perfekte Garzeit \u2013 zartestes Fleisch.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ak_session_2.jpg' alt='Schweinekoteletts' \/><\/p>\n<p>Bier und Weisswein hatten unsere Laune z\u00fcnftig gelockert. Und leider auch unsere Konzentration aufs Kochen. <\/p>\n<p>Patrick machte sich als Erster an die beiden Monster (1 Kotelett = 500 g). <\/p>\n<p>Sein Credo war: langsam, kurz und nicht zu heiss im eigenen Fett und einem Salbeiblatt braten, insgesamt etwa 3 Minuten (ich musste mir eine Nervenkrise verkneifen, als er die Dinger noch halb roh in den Backofen versorgte!).<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ak_session_8.jpg' alt='Anbraten' \/><\/p>\n<p>Wir machten uns unterdessen an einem Chateauneuf du Pape zu schaffen. Nach nur 10 Minuten Niedergaren gingen wir gierig kontrollieren \u2013 aus!<\/p>\n<p>Der Ofen war aus!!! Respektive, Patrick hatte ihn gar nicht eingeschaltet! <\/p>\n<p>Okay, ganz ruhig, Claudio. Ich hab ja noch zwei Koteletts, die ich dann richtig zubereiten kann, dachte ich mir und goss den Patzer mit einem kr\u00e4ftigen Schluck Rotwein runter. <\/p>\n<p>Nach 20 Minuten im ehm, pfff, weiss-jetzt-nicht-mehr-ganz-genau-wie-heissen Ofen holten wir die Dinger raus. Und siehe da! Sie waren unglaublich zart, saftig und super geschmackvoll (ehrlich Patty!)<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ak_session_9.jpg' alt='piece de resistance' \/><\/p>\n<p>Ich hatte uns dazu noch ein paar karamellisierte Datterini-Tomaten gemacht. Zusammen mit den in Rotwein und Fond konfierten Zwiebeln eine tolle M\u00e4nnerbeilage.<\/p>\n<p>Nun zu meiner Version der Kotlettzubereitung: Der Plan war 4 Minuten je Seite volle Kanne braten, ohne die Dinger je zu bewegen (Patrick hyperventilierte fast, weil er dachte, ich w\u00fcrde ihm seine Cousance-Gusseisenpfanne ruinieren und die Kottletts sowieso). <\/p>\n<p>Dann w\u00fcrde ich grossz\u00fcgig Butter, Rosmarin und zerdruckten Konoblauch dazu geben. Salzen, pfeffern und \u2013 jetzt kommts \u2013 ab der Herdplatte ziehen, Deckel drauflegen und 10 Minuten komplett ignorieren.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ak_session_12.jpg' alt='Herz' \/><\/p>\n<p>Sehen die zwei nicht herzig aus?<\/p>\n<p>Was dann kam, ich muss es hier klar und deutlich aussprechen, war meine gr\u00f6sste Kapitulation in Sachen Fleischzubereitung! <\/p>\n<p>Ich hab Kotletts nicht zum ersten mal so zubereitet und ich war mir sicher, es w\u00fcrde funktionieren. Aber nicht diemal: Furztrocken und steinhart die Dinger, gottverdammte Scheisse nochmal! <\/p>\n<p>Patrick war &#8230;, schweigsam. Aber er hat mir immerhin keine Szene gemacht. Sorry, ich habs versaut, ich gebs zu.<\/p>\n<p>Aber hey! wir haben die Dinger trotzdem weggeputzt \u2013 sogar als sie schon kalt waren, nach Mitternacht irgendwann.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ak_session_13.jpg' alt='Teller' \/><\/p>\n<p>Und wir zwei, ja wir haben dann noch ganz lange, ganz wichtige Dinge \u00fcber Kochen, Essen, Trinken, Frauen, Freunde und so weiter geredet.<\/p>\n<p>Gut, vielleicht auch etwas gelallt.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ak_session_10.jpg' alt='Patrick' \/><\/p>\n<p><img src='https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ak_session_11.jpg' alt='Claudio' \/><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste reale anonyme Gek\u00f6che ist unter anderem dem Anstoss zweier G\u00f6nner zu verdanken: Mike Seeger und Matthias Metze. 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