{"id":4219,"date":"2013-06-03T01:05:46","date_gmt":"2013-06-02T23:05:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=4219"},"modified":"2013-06-03T01:12:56","modified_gmt":"2013-06-02T23:12:56","slug":"from-italy-with-love","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=4219","title":{"rendered":"From Italy with Love"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?attachment_id=4220\" rel=\"attachment wp-att-4220\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4220\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Koffer-Quadrilatero.jpg\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Koffer-Quadrilatero.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Koffer-Quadrilatero-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als Gastarbeiterkind kenne ich das: Mit italienischen Fressalien gef\u00fcllte Koffer.<\/p>\n<p>Je weiter sie herkamen, desto mehr schleppten sie heim. Sizilianer, Kalabresen oder Napoletaner und andere Emigranten des Mezzogiorno auf der Heimreise von ihren Sommerferien zur\u00fcck in die arbeitgebende Schweiz.<\/p>\n<p>Hochschwangere Koffer, die mit dicker Packschnur zusammengehalten wurden, riesige Korbflaschen mit Wein, die so schwer waren, dass sie von zwei Personen in den Zug gehievt werden mussten. Gerne auch \u00fcber das Abteilfenster!<\/p>\n<p>Unsere Wege kreuzten sich auf dem Bahnsteig in Roma Termini. In diesem heiss geliebten Sammelbecken der Skurrilit\u00e4ten meiner Kindheit. Beim Einsteigen und Abteil einnehmen jedes Mal ein Tumult sondergleichen. Bellende Mammas, fluchende V\u00e4ter, heulende Kinder und ratlose Schaffner.<\/p>\n<p>Am Ende arrangierte man sich \u2013 wie immer \u2013 all Italiana.\u00a0Alle r\u00fcckten irgendwie zusammen. Und der schrille Pfiff an den Lokf\u00fchrer signalisierte sogleich: Das grosse Fressen ist er\u00f6ffnet! Mit einem Ruck setzte sich der Nachtzug in Bewegung und der S\u00fcditaliener an seine mitgebrachten Sch\u00e4tze.<\/p>\n<p>Und dann wurde verteilt \u2013 und wehe, man verweigerte als Mitreisender die dargebotenen Delikatessen. So musste man bei gef\u00fchlten 50 Grad nachts um 11 anstatt zu schlafen, essen. Und das Essen loben! Wehe, man lobte das Essen nicht: Man wurde mit einer noch gr\u00f6sseren Ration bestraft.<\/p>\n<p>Und so kaute man sich durch Provolone, Pecorino, Soppressata, Zedrat-Zitronen und eingelegtes Gem\u00fcse bis alle ermattet und im Ta-takt-ta-takt-ta-takt der Ferrovia Federale Svizzera gen Norden schaukelten.<\/p>\n<p>An diese pr\u00e4genden Erlebnisse musste ich denken, als letzthin ein K\u00f6fferchen aus Italien bei mir eintraf. Eines aus Karton. \u00dcberbracht von einem Kurier im Namen einer PR-Agentur zur Promotion des <a href=\"http:\/\/www.quadrilaterounesco.it\/en\/\" target=\"_blank\">Quadrilatero Unesco<\/a>.<\/p>\n<p>Keine Sorge, ich wusste auch nicht, was das ist. Das Quadrilatero Unesco umfasst die Regionen Emilia Romagna, Venetien und die Lombardei in Norditalien, die letztes Jahr von einem Erdbeben betroffen waren. Mit einer gemeinsamen Kampagne wollen sie den Tourismus dieser Regionen wieder st\u00e4rker vorantreiben.<\/p>\n<p>Gef\u00fcllt war das K\u00f6fferchen \u2013 na mit was wohl? Leckereien aus den drei Regionen. Wie Parmigiono Reggiano, edlem Aceto Balsamico Tradizionale oder Risottoreis.<\/p>\n<p>Und damit man alles f\u00fcr einen typischen Risotto mit K\u00fcrbis beieinander hatte, fehlte auch nicht ein K\u00fcrbis (woher der zu dieser Jahreszeit kam, bleibt ein Geheimnis) und sogar eine in Plastikbeutel verschweisste Zwiebel!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?attachment_id=4221\" rel=\"attachment wp-att-4221\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4221\" alt=\"Kofferinhalt Quadrilatero\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Kofferinhalt-Quadrilatero.jpg\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Kofferinhalt-Quadrilatero.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Kofferinhalt-Quadrilatero-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nun muss man wahrlich keine Kristallkugel konsultieren, um zu erahnen, dass ich Italien \u00fcber alles liebe. Und selbstverst\u00e4ndlich r\u00fchre ich noch so gerne die Werbetrommel f\u00fcr diese Regionen.<\/p>\n<p>Das tue ich ja ohnehin, seit ich diesen Blog betreibe!<\/p>\n<p>Also bitte: Geht nach Ferrara und verleibt euch die einzigartige <a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=419\" target=\"_blank\">Salama da Sugo<\/a> ein! \u00dcbernachtet auf einem <a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=2395\" target=\"_blank\">Bio-Agriturismo<\/a> neben hunderten von Aceto-F\u00e4ssern. Lasst euch auf mythischen <a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=1465\" target=\"_blank\">Risotto<\/a> ein. Es wird unvergesslich, versprochen.<\/p>\n<p>Ich hab dann \u00fcbrigens kein K\u00fcrbisrisotto gemacht. Gestern gab es spontan einen mit Prosecco Valdobbiadene, Spinat und knackigen Jakobsmuscheln. Muss ich mir merken, hat prima funktioniert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?attachment_id=4235\" rel=\"attachment wp-att-4235\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4235\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Risotto-Spinaci-Capesante1.jpg\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Risotto-Spinaci-Capesante1.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Risotto-Spinaci-Capesante1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Den frischen, blanchierten, im Eiswasser abgeschreckten Spinat habe ich mit feinst geschnittenem Knoblauch in einer Tonne <a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=4118\" target=\"_blank\">Beurre de Normandie<\/a> sautiert. Boah!<\/p>\n<p>Aber bitte, erz\u00e4hlt das nicht den Italienern. Die vierteilen mich!<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Gastarbeiterkind kenne ich das: Mit italienischen Fressalien gef\u00fcllte Koffer. Je weiter sie herkamen, desto mehr schleppten sie heim. Sizilianer, Kalabresen oder Napoletaner und andere Emigranten des Mezzogiorno auf der Heimreise von ihren Sommerferien zur\u00fcck in die arbeitgebende Schweiz. 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