{"id":4941,"date":"2014-05-11T08:03:53","date_gmt":"2014-05-11T06:03:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=4941"},"modified":"2014-05-11T09:38:47","modified_gmt":"2014-05-11T07:38:47","slug":"viva-la-mamma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=4941","title":{"rendered":"Viva la Mamma!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Pasta-machen-mit-Ma_600p.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4942\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Pasta-machen-mit-Ma_600p.jpg\" width=\"600\" height=\"741\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Pasta-machen-mit-Ma_600p.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Pasta-machen-mit-Ma_600p-243x300.jpg 243w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von der Besten lernen: Pasta machen mit meiner Ma.<\/p>\n<p>Es sind unsere M\u00fctter die, statt dem Bewahren der Asche, das Feuer f\u00fcr das leidenschaftliche Kochen weitergeben. War bei mir jedenfalls so. Wie vermutlich bei den meisten von uns.<\/p>\n<p>Wenn man dar\u00fcber nachdenkt: M\u00fctter ern\u00e4hren uns schon, bevor wir \u00fcberhaupt den ersten Atemzug machen. Neun Monate lang geniessen wir exklusives All you can eat und den privatesten SPA ever.<\/p>\n<p>Und dies w\u00e4hrenddem sie einer Lawine von Ratschl\u00e4gen ausgesetzt sind. Ausgel\u00f6st von Besserwissern, die anderen ihr Essen so gerne madig machen und speziell ihnen vorschreiben wollen, was sie als Schwangere essen d\u00fcrfen und was nicht.<\/p>\n<p>Und die ihnen Vorw\u00fcrfe \u00fcber das Stillen oder Nichtstillen machen. (Und egal wie, wo und wie lange, es ist eh immer verkehrt).<\/p>\n<p>Gut, sp\u00fcren M\u00fctter ganz allein, welchen Weg sie gehen m\u00fcssen. Es ist ihr Weg. Und der ist eh der beste. Denn wie bl\u00f6d ist es, den Weg eines anderen zu gehen, um sich da in etwas zu verrennen.<\/p>\n<p>Es sind auch die M\u00fctter, die dem Kochen Poesie einhauchen. Wenn sie beim ersten gemeinsamen Werkeln in der K\u00fcche mit uns konspirieren, mit uns singen oder uns Geschichten \u2013\u00a0 Familiengeschichten \u2013 erz\u00e4hlen. W\u00e4hrend wir ihnen beim geduldigen Zubereiten zusehen und ihre Rezepte und Tipps einsaugen.<\/p>\n<p>M\u00fctter kochen mit Selbstverst\u00e4ndlichkeit und Selbstlosigkeit. Tagein, tagaus. Immer besorgt, dass alle gut versorgt und bestens umsorgt sind. Und bekommen daf\u00fcr statt Anerkennung und Dank, allzu oft Achtlosigkeit und jedes noch so kleine Haar in der Suppe serviert.<\/p>\n<p>Sie kochen nicht wie die vielen M\u00e4nner, die tendenziell einen Hang zum kulinarischen Drama haben. Die, wenn sie dieses eine Mal am Wochenende kochen (aber daf\u00fcr richtig!) aufr\u00fcsten, als m\u00fcssten sie eine Rakete auf den Mond schiessen.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich erwarten diese M\u00e4nner dann, im Gegensatz zu Frauen, h\u00f6chste Anerkennung, einen Lorbeerkranz und einen Pokal, den sie sich stolz in die Heldensammlung stellen wollen.<\/p>\n<p>M\u00fctter sind kulinarische Quelle und Inspiration. Immer bereit, ihr Wissen zu teilen und zum wiederholten Mal zu verraten, woran es liegen k\u00f6nnte, dass ihre Version eines Gerichts immer ein wenig besser schmeckt, als wenn wir es kochen (auch wenn wir daran zweifeln, je hinter das wahre Geheimnis zu kommen).<\/p>\n<p>Und noch etwas. Ich kenne es von Marokko, wo sich die Frauen in die K\u00fcche zur\u00fcckziehen und die M\u00e4nner aussen vor lassen, um dann vergn\u00fcgt miteinander in einfachsten Verh\u00e4ltnissen handwerklich erlesene K\u00f6stlichkeiten hervorzuzaubern.<\/p>\n<p>Auch in Italien gibt es eine Beobachtung, die mich schon lange fasziniert: In traditionellen Osterien und Trattorien sind es Frauen; M\u00fctter, T\u00f6chter und Tanten, die zusammen die K\u00fcche dirigieren. W\u00e4hrend ihre M\u00e4nner die G\u00e4ste\u00a0bedienen.<\/p>\n<p>Und diese Frauen kochen nat\u00fcrlich auch ohne m\u00e4nnlich gepr\u00e4gte K\u00fcchen-Hierarchie. Sie leben tradiertes Wissen und geben es weiter \u2013 quasi von Hand zu Hand. Denn es gibt viel Handwerk in diesen K\u00fcchen zu verrichten.<\/p>\n<p>Ohne sie w\u00fcrde die Kultur der aufrichtigen, ehrlichen italienischen K\u00fcche vermutlich verblassen. Sie erbringen auf eine unaufgeregte Art eine Spitzenleistung. Ohne diese Leistung auf die Spitze zu treiben, wie es Spitzenk\u00f6che gerne tun, um sich abzuheben.<\/p>\n<p>Wie sehr wir im Alltag vergessen, den Wert der Arbeit, die M\u00fctter pausenlos und kostenlos verrichten, zu w\u00fcrdigen, zeigt <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HB3xM93rXbY\" target=\"_blank\">dieser virale Werbespot<\/a> eines Kartenherstellers, der den h\u00e4rtesten Job der Welt ausgeschrieben hat, eindr\u00fccklich.<\/p>\n<p>Also danken wir ihnen. Rufen sie heute an. Besuchen sie und sagen ihnen, wie sehr wir sie lieben.<\/p>\n<p>Viva la Mamma \u2013 ihr seid die Besten!<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Besten lernen: Pasta machen mit meiner Ma. Es sind unsere M\u00fctter die, statt dem Bewahren der Asche, das Feuer f\u00fcr das leidenschaftliche Kochen weitergeben. War bei mir jedenfalls so. 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