{"id":499,"date":"2008-06-13T01:43:57","date_gmt":"2008-06-12T23:43:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=499"},"modified":"2008-06-13T01:57:40","modified_gmt":"2008-06-12T23:57:40","slug":"zwei-steaks-eine-meinung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=499","title":{"rendered":"Zwei Steaks, eine Meinung"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/hochrippe.jpg\" alt=\"Hochrippe\" \/><\/p>\n<p>Das wirklich Erstaunliche an Basel ist die N\u00e4he zu Frankreich und Deutschland.<\/p>\n<p>Auch der moderne Mensch hat sich noch so etwas wie einen Jagdinstinkt oder zumindest ein eintr\u00e4gliches Beuteschema bewahrt. Als Konsument im Allgemeinen und als bekennender Fleischfresser sowieso.<\/p>\n<p>Wer nicht selbst zu Jagd geht oder Grossvieh aufzieht, pirscht eben durch das Angebot der Metzgereien.<\/p>\n<p>Und so wie sich das Jagdrevier des Neandertalers nicht auf ein begrenztes Gebiet beschr\u00e4nkte, wird heute wohl kaum jemand sein Fleisch bei ein und demselben Metzger einkaufen \u2013 und sei er noch so voll seines Vertauens.<\/p>\n<p>Warum das so ist? Neugierde.<\/p>\n<p>Der Mensch kommt voran, weil er sich f\u00fcr Neues interessiert. Tut er das nicht, bleibt er hocken. Und dann spielt es (f\u00fcr ihn) auch keine Rolle, ob er sich von Discounterfleisch oder marinierten Tankstellensteaks ern\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Wenn man in der Region Basel lebt, kann man folglich dreifach ausw\u00e4hlen, wo man sein Hohr\u00fccken kaufen m\u00f6chte. Und vor allem, was man daf\u00fcr ausgeben will.<\/p>\n<p>Im Basler Schnitt sind das immerhin rund 50 Franken das Kilo. Es kann aber auch, je nach Metzgerei, locker das Doppelte sein. In Frankreich dagegen ist man mit rund 20 Euro (32 Franken) dabei.<\/p>\n<p>Entdeckt man in deutschen Gefilden jedoch die <a href=\"http:\/\/www.kalbacher.com\/\" target=\"_blank\">Schwarzwaldmetzgerei Kalbacher<\/a> (die mit der lustigen Webseite), bekommt man das gute St\u00fcck f\u00fcr 15 Euro (24 Franken) angeboten. Das heisst, f\u00fcr einen Viertel vom h\u00f6chsten Preis in der Schweiz.<\/p>\n<p>Soll man jetzt eine Debatte dar\u00fcber anzetteln?<\/p>\n<p>Wer will kann. Auf der anderen Seite ist jeder frei, dort einzukaufen, wo es ihm passt. Das ist wohl, was den marktwirtschaftlich gesteuerten Menschen vom J\u00e4ger und Sammler doch wesentlich unterscheidet.<\/p>\n<p>Ich kann nur sagen, das Steak von der Hochrippe war gut. Sehr gut sogar, wenn auch nicht super. Gut 2.5 cm dick und gute 450 Gramm schwer.<\/p>\n<p>Am liebsten h\u00e4tte ich es auf den Grill gehauen, aber beim aktuellen Sauwetter musste es mit der Bratpfanne vorlieb nehmen. Also habe ich gleich einen kleinen Salz- und Pfannentest gemacht.<\/p>\n<p>Steaks mit Oliven\u00f6l, Rosmarin und Knoblauch \u00fcber Nacht einlegen (K\u00fchlschrank). Zwei bis drei Stunden vor dem Braten herausnehmen.<\/p>\n<p>Steak 1 wurde in der Gusseisenpfanne gebraten. Zuerst Rosmarin und Knoblauch entfernen (verbrennt sonst) ordentlich salzen und pfeffern, dann 2 Minuten pro Seite auf h\u00f6chster Stufe in Butter\/Oliven\u00f6l und dann f\u00fcr 10 Minuten ins 100 Grad heisse Rohr (jetzt Rosmarin und Knoblauch wieder dazu geben).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/hochrippe_gusseisen.jpg\" alt=\"Hochrippe Gusseisen\" \/><\/p>\n<p>Fantastisch zart, saftig und trotzdem mit einer knusprigen Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/hochrippe_anschnitt.jpg\" alt=\"Hohr\u00fccken Anschnitt\" \/><\/p>\n<p>Steak 2 ging in die Chromstahlpfanne. Gleiches Prozedere, gleiche Garzeit. Jedoch habe ich bewusst erst nachtr\u00e4glich gesalzen und gepfeffert \u2013 welch ein Fehler!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/hochrippe_chromstahl.jpg\" alt=\"Hohr\u00fccken Chromstahl\" \/><\/p>\n<p>Entgegen der landl\u00e4ufigen Meinung, man d\u00fcrfe Fleisch niemals vor dem Braten salzen, weil sonst der Saft verloren geht, ist genau das Gegenteil passiert! Meine sch\u00f6ne Knusperkruste \u2013 dahin! Der Saft lief fast unkontrolliert aus dem Steak und machte es um einiges z\u00e4her und trockener als das erste.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/hochrippe_1.jpg\" alt=\"Rib Eye\" \/><\/p>\n<p>Fazit: Kalbacher ja, Gusseisen ja, vorher salzen ja.<\/p>\n<p>Was ich nicht ganz begriffen habe ist, ob das Steak die Hochrippe, das Hohr\u00fcckensteak, das Rib Eye oder das Entrec\u00f4te ein und dasselbe St\u00fcck sind.<\/p>\n<p>F\u00fcr den n\u00e4chsten Test, hier eine kleine <a href=\"http:\/\/youtube.com\/watch?v=O59rI_FD4s8\" target=\"_blank\">Inspiration<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das wirklich Erstaunliche an Basel ist die N\u00e4he zu Frankreich und Deutschland. 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