{"id":5545,"date":"2014-12-09T00:50:21","date_gmt":"2014-12-08T23:50:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=5545"},"modified":"2014-12-09T08:29:11","modified_gmt":"2014-12-09T07:29:11","slug":"eine-pasta-zum-umarmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=5545","title":{"rendered":"Eine Pasta zum umarmen."},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?attachment_id=5547\" rel=\"attachment wp-att-5547\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5547\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Pasta-e-fagioli-asciutti_s.jpg\" alt=\"Pasta e fagioli \" width=\"600\" height=\"411\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Pasta-e-fagioli-asciutti_s.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Pasta-e-fagioli-asciutti_s-300x206.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Man braucht etwas, das die Seele w\u00e4rmt, in diesen kalten Tagen. Diese <em>Pasta e fagioli<\/em> zum Beispiel.<\/p>\n<p>Gew\u00f6hnlich bereite ich <em>Pasta e fagioli<\/em> jeweils recht gerne recht fl\u00fcssig als Bohnensuppe zu, etwa <a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=643\" target=\"_blank\">hier<\/a>. Diese Variante ist etwas ganz anderes. Nicht fl\u00fcssig. Das pure Gegenteil: Sauce und Bohnen sind von geradezu breiiger Konsistenz.<\/p>\n<p>Das Gericht ist brutal vollmundig. Und sehr s\u00e4ttigend. F\u00fcr das B\u00e4uchlein und f\u00fcrs Gem\u00fct. Weil sie so sanft und mollig ist.<\/p>\n<p>Man sollte sich jedoch ein Herz fassen und die Pasta wirklich <em>al dente<\/em> kochen. Ich meine, so wie in Italien. Ich erschrecke jedes Mal, wenn ich dort Pasta serviert bekomme. Sie hat immer noch einen Grad mehr Biss, als wenn ich sie bissfest koche. Also, nur Mut. Sie schmeckt so viel besser (auch wenn biedere Zeitgenossen rumm\u00e4keln, weil sie Pasta immer viel zu weich essen).<\/p>\n<p>Ich habe Rigatoni von <em>Guiseppe Cocco<\/em> aus den Abruzzen genommen. Es gingen aber auch sehr gut, sagen wir mal, <em>Mezze Maniche<\/em> oder andere kurze Nudeln mit Loch sowie Nudeln in <em>Muschelform<\/em>.<\/p>\n<p>Der Borlotti-Bohnen-Sugo mit Knoblauch, Salbei und zerdr\u00fcckten Kartoffeln \u00fcberzieht die Rigatoni mit einem cremigen, aromatischen Schmelz. Jede einzelne Rigatoni-R\u00f6hre ist rundherum mit Sauce umh\u00fcllt. Allerdings nur gerade so viel, dass man den nussigen, leicht nach Stroh duftenden Eigengeschmack der sehr bissfesten Pasta noch deutlich schmeckt.<\/p>\n<p>Zu viel Sauce an der Pasta \u2013 das weiss, wer hier regelm\u00e4ssig mitliest \u2013 das l\u00e4sst Italiener schaudern. Zu wenig ist ihnen aber auch ein Gr\u00e4uel. Nackte, nicht mit Sauce \u00fcberzogene Pasta mit einem Pflatsch Sauce obendrauf, ist ebenso schlimm. Bei diesem Rezept ist die Balance so wie sie sein soll.<\/p>\n<p>Am Vortag 200 g getrocknete Borlottibohnen einweichen (mindestens 12 Stunden), dann die Bohnen weichkochen (etwa 2 Stunden) und ausk\u00fchlen lassen. Dazu zwei mittelgrosse, vorwiegend mehlig kochende Kartoffeln in der Schale weichkochen, ebenfalls ausk\u00fchlen lassen. Beides bereitstellen.<\/p>\n<p>Dann beginnen wir mit dem <em>Soffritto<\/em>: Oliven\u00f6l in einem Topf erhitzen. Eine Hand voll sehr fein gew\u00fcrfelten Knollensellerie (Stangensellerie geht auch) darin weichschmoren. Er soll keine Farbe nehmen.<\/p>\n<p>Nach 5 Minuten das \u00d6l mit fein gew\u00fcrfeltem Knoblauch und ein paar Salbeibl\u00e4ttern aromatisieren. Salbeibl\u00e4tter nach 2 Minuten entfernen.<\/p>\n<p>200 ml passierte Tomaten dazugeben, 10 Minuten zugedeckt eink\u00f6cheln, damit sich die Aromen verbinden. 100 ml Wasser und die grob gew\u00fcrfelten, vorgekochten Kartoffeln dazugeben und den Sugo 1 Stunde zugedeckt k\u00f6cheln lassen.<\/p>\n<p>Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer vollst\u00e4ndig zerdr\u00fccken. Mit Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer kr\u00e4ftig abschmecken.<\/p>\n<p>Die zerdr\u00fcckten Kartoffeln machen den Sugo unglaublich cremig, dickfl\u00fcssig und mild. Von der S\u00e4ure der Tomaten ist nur noch wenig bemerkbar. W\u00fcrde man den Sugo jetzt mit der Pasta mischen, k\u00f6nnte man auch <a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=900\" target=\"_blank\"><em>Pasta e patate<\/em><\/a> servieren.<\/p>\n<p>Nun kommen die Bohnen zum Sugo. Wir w\u00e4rmen sie darin in der Zeit, in der die Pasta gekocht ist und wir sie abseihen k\u00f6nnen. Etwas Pastawasser dabei auffangen und wenn n\u00f6tig den Sugo damit etwas verd\u00fcnnen.<\/p>\n<p>Beim Mischen der Sauce mit der Pasta achte ich immer sehr pingelig auf das akkurate Verh\u00e4ltnis: Die 500 g Pasta f\u00fcr vier Personen k\u00f6nnen unter Umst\u00e4nden zu viel sein f\u00fcr die Sugomenge oder umgekehrt. Deshalb nicht alles aufs Mal mischen, sondern nach und nach. Dabei mit einem grossen Schauml\u00f6ffel die Rigatoni sanft untereinander heben, damit sie nicht brechen und die Bohnen nicht zerquetschen.<\/p>\n<p>Jaja, wir betreiben hier keine Wissenschaft f\u00fcr einen profanen Pastateller, aber seit wir die Bohnen eingeweicht und den Sugo gekocht haben, sind mindestens 16 Stunden vergangen. Da wollen wir nicht auf den letzten Metern patzen!<\/p>\n<p>Es sind wirklich diese kleinen Schritte, die aus einem einfachen Rezept etwas Besonderes machen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5546\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Pasta-e-fagioli-asciutti-1_s.jpg\" alt=\"Pasta e fagioli\" width=\"600\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Pasta-e-fagioli-asciutti-1_s.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Pasta-e-fagioli-asciutti-1_s-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Parmesan dazu oder nicht, ist eine sehr pers\u00f6nliche Geschmacksfrage. Ich finde, ohne fehlt etwas. (Das w\u00fcrde ich bei fl\u00fcssigen\u00a0<em>Pasta e fagioli<\/em> nie sagen!).<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man braucht etwas, das die Seele w\u00e4rmt, in diesen kalten Tagen. Diese Pasta e fagioli zum Beispiel. Gew\u00f6hnlich bereite ich Pasta e fagioli jeweils recht gerne recht fl\u00fcssig als Bohnensuppe zu, etwa hier. Diese Variante ist etwas ganz anderes. Nicht fl\u00fcssig. Das pure Gegenteil: Sauce und Bohnen sind von geradezu breiiger Konsistenz. 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