{"id":598,"date":"2008-11-24T16:02:56","date_gmt":"2008-11-24T15:02:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=598"},"modified":"2008-11-25T01:18:37","modified_gmt":"2008-11-25T00:18:37","slug":"besser-als-katzenfutter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=598","title":{"rendered":"Besser als Katzenfutter"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/laeberli.jpg\" alt=\"Laeberli\" \/><\/p>\n<p>Man sollte eigentlich glauben, dass man nach Jahren der Kocherei, des Ergr\u00fcndens und des Einkaufens von unz\u00e4hligen Lebensmitteln zu einer gewissen Reife kommt.<\/p>\n<p>Einzig, das Leben weiss nur zu gut, wie es einen immer wieder als Trottel dastehen lassen kann. Zum Beispiel am Samstag, als ich mir die F\u00fcsse platt laufen musste, nur um von jedem Metzger zu h\u00f6ren, nein, Schweinsleber haben wir leider keine.<\/p>\n<p>Was ist denn so schlecht an Schweinsleber, ausser vielleicht, dass Metzger nichts daran verdienen?<\/p>\n<p>Nichts, sagen die Metzger. Im Gegenteil. Eine frische Schweinsleber sei etwas Wunderbares. Bloss, sie wird nicht verlangt. Wenn \u00fcberhaupt jemand Schweineleber kauft, dann nur f\u00fcr seine Katze (!).<\/p>\n<p>Das ist nat\u00fcrlich wieder mal typisch f\u00fcr die Schweiz \u2013 und erinnert an eine andere Spezies, die hier eine \u00e4hnliche Spezialbehandlung geniesst: Banker. Was sie auch tun oder lassen, sie bekommen die gr\u00f6sste Zuwendung und Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>Jetzt ist es aber so, dass mir Schweineleber ausgezeichnet schmeckt. Und, dass die Kalbsleber im Gegensatz dazu nicht nur zehnmal (kein Scherz) teurer ist, sondern auch oft seifig schmeckt oder durchzogen ist.<\/p>\n<p>Also habe ich mir auf Dienstag Leber vom Kalb, vom Rind und vom Schwein bestellt. Und dann werde ich den ultimativen Test durchf\u00fchren und mir meine definitive Meinung in Sachen Preis-\/Leistungsverh\u00e4ltnis bilden.<\/p>\n<p>Wer inzwischen schon wissen will, wie ich die Leber am liebsten mag, dem sei das Rezept serviert: Leber in nicht allzu kleine Streifen schneiden. Im Mehl wenden und gut abklopfen. In heisser Butter mit einer fein gew\u00fcrfelten Schalotte eine Minute braten. Salzen, pfeffern.<\/p>\n<p>Leber kurz schwenken und eine weitere Minute eine sch\u00f6ne Kruste bilden lassen. Dann im Ofen bei 60 Grad warm stellen.<\/p>\n<p>Pfanne mit Portwein deglacieren. Demiglace oder etwas Fond dazu giessen und gut einreduzieren lassen. Aceto balsamico dazu, Pfanne vom Herd ziehen und Sauce mit kalter Butter binden. Mit Salz und Pfeffer justieren. Leber zur Sauce geben, kurz durchschwenken und sofort servieren.<\/p>\n<p>Dazu reicht frisches, knuspriges Brot. Manchmal muss es aber auch R\u00f6sti sein oder Sp\u00e4tzli. F\u00fcr den Test am Dienstag werde ich wohl ohne Sauce verfahren. Nur in Butter geschwenkt.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man sollte eigentlich glauben, dass man nach Jahren der Kocherei, des Ergr\u00fcndens und des Einkaufens von unz\u00e4hligen Lebensmitteln zu einer gewissen Reife kommt. Einzig, das Leben weiss nur zu gut, wie es einen immer wieder als Trottel dastehen lassen kann. 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