{"id":614,"date":"2008-12-01T01:13:18","date_gmt":"2008-12-01T00:13:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=614"},"modified":"2008-12-01T10:02:41","modified_gmt":"2008-12-01T09:02:41","slug":"konservierungsmittel-zum-zweck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=614","title":{"rendered":"Konservierungsmittel zum Zweck"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/trauben1.jpg\" alt=\"Trauben\" \/><\/p>\n<p>Jetzt lesen, bevor die Kraft der Sonne nachl\u00e4sst und der Frost das Licht ausknipst.<\/p>\n<p>Keine Ahnung, was das f\u00fcr eine Rebsorte ist. Gelber Muskateller vielleicht? Oder Birstaler Muskat? Die hingen schon da, als wir eingezogen sind. Chatzeseicherli (Katzendreckler?)\u00a0 werden gewisse Sorten hier in der Schweiz auch genannt (jaja, nicht nur die roten Americano).<\/p>\n<p>Typisch ist jedenfalls das aufdringliche Aroma \u2013 eben eine kr\u00e4ftige Muskatnote.<\/p>\n<p>Essen kann man die kleinen Duftk\u00fcgelchen ja nicht wirklich, man muss sie schon eher zutzeln und aussaugen. Die Schale ist hart (und leicht bitter) und die H\u00e4lfte des Innern sind eh Kerne.<\/p>\n<p>Aber es gibt einige Bekannte und Verwandte, die regelrecht verr\u00fcckt danach sind.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Um denen noch einen letzten Rest in den Winter zu retten, habe ich beschlossen, endlich einmal Gelee aus den Dingern zu machen.<\/p>\n<p>Beim Einkochen (etwa eine Stunde, bis alle geplatzt sind) der abgezupften und gewaschenen Trauben, musste ich wieder an \u00abChatzeseicherli \u00bbdenken: Die ganze\u00a0 Bude hat gestunken, als h\u00e4tte ein Duztend rollige Miezen in den Topf gepisst!<\/p>\n<p>Durch ein Sieb gestrichen, ergab sich aus den etwa 1,5 Kilo Trauben ein guter Liter Saft. Jetzt gibt es im World-Wilde-Web etliche Rezepte f\u00fcr Traubengelee, und die meisten kippen auf einen Liter Saft einen Viertel Orangensaft. Warum tun die das?<\/p>\n<p>Ich meine, ich hab zur Probe ein Gl\u00e4schen vom Saft, leicht gezuckert, degustiert: Einwandfrei, meine Trauben. Dann hab ich im Verh\u00e4ltnis 1:4 Orangensaft dazu gegossen und nochmals probiert: Elend!<\/p>\n<p>Zitrone hingegen geht sehr gut, ist nicht sehr aufdringlich. Zwei unbehandelte, ausgepresste Zitronen (mit Schale) gute 10 Minuten mit dem Saft aufkochen und 20 Gramm Zitronens\u00e4ure geben dem Gelee eine herrlich prickelnde S\u00e4ure.<\/p>\n<p>Dann kommt schon das Gelieren. Innerhalb von acht Minuten (Packungsanweisung) verwandelt 1 Kilo Gelierzucker das Ganze zu einem dickfl\u00fcssig sprudelnden Gelee.<\/p>\n<p>Diesen braucht man dann nur noch heiss in sterilisierte Weckgl\u00e4ser abzuf\u00fcllen und fertig ist die ganze Alchemie.<\/p>\n<p>Mal sehn, was sich damit machen l\u00e4sst: S\u00fcsse Beigabe zu brutalem Rohmilchk\u00e4se oder tonnenschwerem Roquefort oder Stilton? Kleine K\u00fcgelchen auf einem reichen Wildteller? Als Spiegel auf einem Teller mit einer schlichten Panna Cotta (und grob gehackten Pinienkernen)? Oder einfach auf einem lauwarmen St\u00fcck Butterzopf, mit einer verschwenderisch grossz\u00fcgigen Butterunterlage?<\/p>\n<p>Hach! Warum hab ich nicht mehr davon gemacht?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/traubengelee1.jpg\" alt=\"Traubengelee\" \/><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt lesen, bevor die Kraft der Sonne nachl\u00e4sst und der Frost das Licht ausknipst. Keine Ahnung, was das f\u00fcr eine Rebsorte ist. Gelber Muskateller vielleicht? Oder Birstaler Muskat? Die hingen schon da, als wir eingezogen sind. Chatzeseicherli (Katzendreckler?)\u00a0 werden gewisse Sorten hier in der Schweiz auch genannt (jaja, nicht nur die roten Americano). 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