{"id":695,"date":"2009-02-25T21:39:00","date_gmt":"2009-02-25T20:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=695"},"modified":"2009-02-26T00:35:31","modified_gmt":"2009-02-25T23:35:31","slug":"der-rest-ist-schwelgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=695","title":{"rendered":"Der Rest ist Schwelgen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/flaedlisuppe.jpg\" alt=\"Fl\u00e4dlesupp\" \/><\/p>\n<p>Gewinnt keinen Sch\u00f6nheitswettbewerb, daf\u00fcr wahre Freunde: Fl\u00e4dlisuppe.<\/p>\n<p>Diese Suppe gibt einem den Rest. Sie ist nicht extravagant, nicht exquisit, nicht exklusiv. Sie ist einfach nur gut. Und es gibt sogar vermehrt Szene-Lokale mit lokaler K\u00fcche, die sich wieder auf Hausmannskost und Grossmutter-Rezepte besinnen. Dort heisst sie auch mal Fl\u00e4dlesupp, Consomm\u00e9 C\u00e9lestine oder Klare Kraftbr\u00fche mit Frittaten.<\/p>\n<p>Das alte Neue ist also schon bald wieder das neue Hippe. Auf Reste besinnt man sich eh viel zu wenig. Aus ihnen entstehen die herzerw\u00e4rmendsten Gerichte. Das ist Essen, das sich nach warmer Stube und erf\u00fclltem Tag anf\u00fchlt, und nicht nach Experiment oder\u00a0 Vertreiber von Langerweile.<\/p>\n<p>Wer wirft schon altes Brot weg, wenn er weiss, dass daraus gutes Paniermehl wird, w\u00fcrzige K\u00e4seschnitten, Pane Cotto, Frikadellen- oder Fleischv\u00f6gelf\u00fcllung?<\/p>\n<p>Am Vortag gab es bei uns Omeletten: 250 g Mehl, 4 Eier und einen halben Liter Milch verquirlen und einen Moment stehen lassen.<\/p>\n<p>Dann f\u00fcr die Kinder sehr d\u00fcnne Cr\u00eapes in Butter ausbacken (sie bestreichen sie mit Konfit\u00fcre, Nutella oder Honig) und f\u00fcr die Grossen eine Prise Salz und gew\u00fcrfelten Schinken oder Kr\u00e4uter zum Teig geben.<\/p>\n<p>Die letzte gebackene Omelette wandert traditionsgem\u00e4ss aufgerollt in den K\u00fchlschrank. Tags darauf werden daraus dann die Fl\u00e4dle geschnitten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/flaedli.jpg\" alt=\"Fl\u00e4dli\" \/><\/p>\n<p>Eine kr\u00e4ftige Fleischsuppe ist bei mir immer tiefgek\u00fchlt vorr\u00e4tig, entweder als Restbr\u00fche vom letzten Suppenfleisch oder vom Suppenhuhn. Oder Brodo vegetale (Gem\u00fcsebouillon) aus Gem\u00fcseabschnitten wie Sellerie, Karotte, einer Kartoffel, Salatbl\u00e4ttern (oh ja), Zwiebeln, Tomate, Lorbeer etc. Alles unentbehrlich f\u00fcr Risotti, Saucen und Suppen mit Tiefgang.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/flaedlisuppe_z1.jpg\" alt=\"Consomme Celestine\" \/><\/p>\n<p>Weil dann auch noch ein paar schrumplige \u00c4pfel \u00fcbrig waren, gab es als Nachtisch eine \u00ab\u00d6pfelwaije\u00bb oder Apfelw\u00e4he.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/oepfelwaeje.jpg\" alt=\"Apfelw\u00e4he\" \/><\/p>\n<p>Die wunderbar karamellig-gebrannten \u00d6hrchen der verkehrt herum liegenden \u00c4pfel haben wir unserem sechsj\u00e4hrigen Sohn zu verdanken. Er hat nicht nur alle \u00c4pfel tapfer gesch\u00e4lt und wacker gest\u00fcckelt, sondern h\u00f6chstpers\u00f6nlich die Verteilung auf dem Teig vorgenommen. Denn er wisse <em>ganz genau<\/em>, wie man sie hinlegen muss.<\/p>\n<p>Den (zugegeben) gekauften Bl\u00e4tterteig mit geriebenen Mandeln ausstreuen, \u00c4pfel darauf verteilen (lassen) und mit einem Guss aus 3 dl Rahm, 1 Ei und etwas Zucker auff\u00fcllen. Bei 180 Grad 30 Minuten backen.<\/p>\n<p>Der Rest ist Privatsache.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gewinnt keinen Sch\u00f6nheitswettbewerb, daf\u00fcr wahre Freunde: Fl\u00e4dlisuppe. Diese Suppe gibt einem den Rest. Sie ist nicht extravagant, nicht exquisit, nicht exklusiv. Sie ist einfach nur gut. Und es gibt sogar vermehrt Szene-Lokale mit lokaler K\u00fcche, die sich wieder auf Hausmannskost und Grossmutter-Rezepte besinnen. 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