{"id":6969,"date":"2016-06-26T18:43:08","date_gmt":"2016-06-26T16:43:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=6969"},"modified":"2016-06-26T18:47:55","modified_gmt":"2016-06-26T16:47:55","slug":"le-luxe-le-plus-cool","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=6969","title":{"rendered":"Le luxe le plus cool."},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?attachment_id=6970\" rel=\"attachment wp-att-6970\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6970\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Nicole.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Nicole.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Nicole-300x263.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p>M\u00e4rchenhafte\u00a0Ambiance am\u00a0exklusiven Ruinart VIP-Dinner im Schloss Binningen.<\/p>\n<p>Ich liebe es, wenn die Art Basel meiner Heimatstadt\u00a0den Kopf verdreht. F\u00fcr eine Woche kommt es im Zentrum der Kunstwelt zu teils surrealen Situationen. Wie bei\u00a0einem guten\u00a0Kunstwerk, verschwimmt\u00a0dann die Grenze zwischen dem was ist und dem was sein k\u00f6nnte. Nebst der gigantischen Kunstschau, gibt es \u00fcber die\u00a0ganze Stadt verteilt auch unz\u00e4hlige elektrisierende\u00a0Events, an denen faszinierende Menschen unterschiedlicher\u00a0Ausstrahlung aufeinander treffen.<\/p>\n<p>Als Einheimischer w\u00fcnscht man sich, dass all die Pop-up-Bars, tempor\u00e4ren Ausstellungsorte und exklusiven Parties das ganze Jahr \u00fcber das gesellschaftliche Leben aufputschen\u00a0w\u00fcrden. Aber wenn man sein Bier, wie ich an einem banalen Montag, jeden Abend neben Kunstsammler Keanu Reeves trinken\u00a0k\u00f6nnte, w\u00e4re das auf Dauer vielleicht auch bloss eine \u00f6de Wiederholung der Matrix.<\/p>\n<p>Einen besonders prickelnden Abend gab\u00a0das \u00e4lteste Champagnerhaus, Ruinart. Handverlesene G\u00e4ste\u00a0feierten\u00a0im <a href=\"http:\/\/www.schlossbinningen.ch\" target=\"_blank\">Schloss Binningen<\/a> die Kunst und das kunstvolle Geniessen. Das gelungene Gourmet-Men\u00fc von\u00a0Spitzenkoch\u00a0Thierry Fischer wurde durchgehend mit einigen der besten Champagner von Ruinart begleitet.<\/p>\n<p>Bereits seit 120 Jahren beauftragt die 1729 gegr\u00fcndete <a href=\"https:\/\/www.ruinart.com\/de-de\/age-verification\" target=\"_blank\">Maison Ruinart<\/a> jedes Jahr eine K\u00fcnstlerin oder einen K\u00fcnstler, die Marke\u00a0durch\u00a0die\u00a0eigene Sichtweise zu\u00a0interpretieren. W\u00e4hrend der weltweit wichtigsten Kunstmesse <a href=\"https:\/\/www.artbasel.com\" target=\"_blank\">Art Basel<\/a> pr\u00e4sentierte dieses Jahr der niederl\u00e4ndische K\u00fcnstler und Fotograf <a href=\"http:\/\/www.erwinolaf.com\" target=\"_blank\">Erwin Olaf <\/a>eine Serie von Schwarz-Weiss-Fotografien, die er in den \u00fcber acht Kilometer langen Kreidestollen realisiert hat, in denen die Ruinart Champagnerflaschen lagern und die zum UNESCO Weltkulturerbe z\u00e4hlen. Sie zeigen die eindr\u00fccklichen Spuren der Zeit und der Zeitzeugen in einem faszinierenden Licht.<\/p>\n<p>Ich habe f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.falstaff.ch\/nd\/ueber-luxus-traeume-und-kunst-ein-champagner-profi-im-gespraech-1\/\" target=\"_blank\">Falstaff<\/a> Fr\u00e9d\u00e9ric Panaiotis, der seit neun Jahren Chef de Caves bei Ruinart ist, zum Interview getroffen. Der Free Diver, der sich mit Rudern fit h\u00e4lt, reist viel, spricht sieben Sprachen, mag die japanische K\u00fcche, liebt Riesling und hat so gut wie nichts \u00fcbrig f\u00fcr Orange Wines. Beim VIP-Dinner im Schloss Binningen sagt er im Gespr\u00e4ch: \u00abWein machen, ist Handwerk. Aber gewisse Weine kann man durchaus mit einem Kunstwerk vergleichen.\u00bb<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?attachment_id=6972\" rel=\"attachment wp-att-6972\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6972\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/frederic-panaiotis.jpg\" alt=\"Frederic Panaiotis\" width=\"600\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/frederic-panaiotis.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/frederic-panaiotis-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/frederic-panaiotis-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<pre>\u00a9Erwin Olaf<\/pre>\n<p><strong>Was ist Kunst?<\/strong><\/p>\n<p>Nicht das was ich mache, jedenfalls. Wein machen, ist Handwerk. Kunst ist f\u00fcr mich Musik, Malerei, Skulptur, Literatur &#8230; Kunst hat eine intellektuelle, bildnerische Dimension. Auf der anderen Seite, k\u00f6nnte man gewisse Weine durchaus mit einem Kunstwerk vergleichen. Weil sie mindestens so starke Emotionen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen und \u00fcber unseren Geschmackssinn dar\u00fcber hinaus sehr lange in Erinnerung bleiben.<\/p>\n<p><strong>Ist Ihr Beruf Passion oder Profession?<\/strong><\/p>\n<p>Beides. Aber f\u00fcr mich ist es in erster Linie: Handwerk. Eines, das viel Zeit und Erfahrung braucht, bis man es beherrscht. Ein K\u00fcnstler kann sehr jung sein, ein Genie und erfolgreich sein. Beim Wein machen ist das undenkbar. Man muss sich enormes Wissen aneignen. Von erfahrenen Leuten lernen. Wir sind weniger kreativ, als K\u00fcnstler es sein k\u00f6nnen. Trotzdem braucht es f\u00fcr meinen Beruf Passion. Man muss leben und lieben was man tut \u2013 oder man kann es gleich bleiben lassen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?attachment_id=6973\" rel=\"attachment wp-att-6973\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6973\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ruinart-1.jpg\" alt=\"Ruinart 1\" width=\"600\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ruinart-1.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ruinart-1-300x179.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<pre>\u00a9Erwin Olaf<\/pre>\n<p><strong>Wie wichtig ist Modernit\u00e4t f\u00fcr die \u00e4lteste Champagnermarke?<\/strong><\/p>\n<p>Enorm wichtig! Vielleicht noch mehr als f\u00fcr andere Marken. Je \u00e4lter eine Marke ist, desto gr\u00f6sser ist das Risiko, verstaubt zu wirken. Deshalb ist Innovation sehr wichtig. Nicht unbedingt bei den Produkten selbst. Wir suchen weniger nach neuen Traubensorten oder Assemblagen. Aber bei der Art und Weise, wie wir kommunizieren, k\u00f6nnen wir neue Wege gehen. Was wir durch unsere Kooperation mit K\u00fcnstlern zum Ausdruck bringen. Und auch, wie wir medial unterwegs sind. Auf Social Media, zum Beispiel, sind wir sehr pr\u00e4sent. Von Facebook \u00fcber Twitter und LinkedIn bis Instagram. Und zwar ohne ein dediziertes Online-Team. Bei Ruinart ist jeder online aktiv. Das war ein expliziter Wunsch unseres Managements.<\/p>\n<p><strong>Worin liegt die Kunst, guten Champagner zu machen?<\/strong><\/p>\n<p>Zum einen in der Assemblage. Das ist vielleicht die kreativste Komponente. Von Jahr zu Jahr den \u201egleichen\u201c Champagner aus unterschiedlichen Cuv\u00e9es herzustellen, ist eine sch\u00f6ne Herausforderung. Die Kunst liegt aber auch in jedem Arbeitsschritt; wie man den Weinberg f\u00fchrt, wie man einen Jahrgang interpretiert, aber auch, wie man das Produkt pr\u00e4sentiert, wie man es verpackt, wie man die Kunden zum Tr\u00e4umen bringt \u2013 auch das ist eine Kunst: Kunden zum Tr\u00e4umen zu bringen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?attachment_id=6974\" rel=\"attachment wp-att-6974\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6974\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ruinart-2.jpg\" alt=\"Ruinart 2\" width=\"600\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ruinart-2.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ruinart-2-300x179.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<pre>\u00a9Erwin Olaf<\/pre>\n<p><strong>Was ist Luxus?<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr mich pers\u00f6nlich, je l\u00e4nger je mehr \u2013 Zeit. Sich f\u00fcr die Dinge Zeit nehmen zu k\u00f6nnen. Was wir mit unserem Champagner tats\u00e4chlich k\u00f6nnen. Wir haben Weine, die sehr gut altern. Wir haben demnach den Luxus, warten zu k\u00f6nnen, bis wir eine Flasche \u00f6ffnen und geniessen. Wir k\u00f6nnen uns auch den Luxus leisten, einen Wein zu machen oder nicht zu machen. Wir entscheiden zum Beispiel bei jedem Jahrgang, ob wir einen Mill\u00e9sime lancieren oder nicht. Ein echter Luxus in einer Welt, in der es oft um Rendite geht, um Schnelligkeit am Markt.<\/p>\n<p><strong>Was ist Schlichtheit? <\/strong><\/p>\n<p>Das Schwierigste \u00fcberhaupt. Es geht nicht darum, das Einfachste zu finden, sondern die Essenz zu finden, die uns am meisten ber\u00fchrt. \u00dcbersetzt auf unsere Weine k\u00f6nnte man sagen, wir versuchen Weine mit grosser Pr\u00e4zision zu machen. Sie erscheinen vielleicht \u201eeinfach\u201c, aber dahinter steckt ein grosser Aufwand. Ich vergleiche das gerne mit der Japanischen K\u00fcche. Die Gerichte sehen schlicht aus, simpel. Aber der Kenner weiss, was es braucht, um diese Reinheit und diese Qualit\u00e4t hinzubekommen. Man muss genau sein, pr\u00e4zis und streng. Unsere Kunden haben es wiederum sch\u00f6n, sie m\u00fcssen sich nicht anstrengen \u2013 unser Champagner erschliesst sich Ihnen mit Leichtigkeit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?attachment_id=6975\" rel=\"attachment wp-att-6975\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6975\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ruinart-3.jpg\" alt=\"Ruinart 3\" width=\"600\" height=\"357\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ruinart-3.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/ruinart-3-300x179.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<pre>\u00a9Erwin Olaf<\/pre>\n<p><strong>Was erm\u00fcdet Sie?<\/strong><\/p>\n<p>Nicht viel (lacht), ich habe viel Energie! Im Ernst, was mich am meisten st\u00f6rt, ist, dass wir Menschen immer wieder die gleichen Fehler machen. Manchmal hat man wirklich das Gef\u00fchl, dass die Menschheit nichts dazu lernt. Das ist erm\u00fcdend.<\/p>\n<p><strong>Was bringt Sie zum Tr\u00e4umen?<\/strong><\/p>\n<p>Den Leuten eine Emotion schenken zu k\u00f6nnen. Dass ich die M\u00f6glichkeit habe, mit unseren Produkten Menschen zu bewegen, Ihnen eine angenehme Erfahrung bereiten kann. Ich kann sagen, mein Beruf bringt mich zum Tr\u00e4umen. Wenn man mich nach meinem Beruf fragt, antworte ich selten, dass ich Wein mache, ich sage, ich bereite den Menschen eine Freude.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00e4rchenhafte\u00a0Ambiance am\u00a0exklusiven Ruinart VIP-Dinner im Schloss Binningen. Ich liebe es, wenn die Art Basel meiner Heimatstadt\u00a0den Kopf verdreht. 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