{"id":936,"date":"2009-09-29T01:26:08","date_gmt":"2009-09-28T23:26:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=936"},"modified":"2009-09-29T01:35:48","modified_gmt":"2009-09-28T23:35:48","slug":"hausaufgabe-learning-by-doing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=936","title":{"rendered":"Hausaufgabe: Learning by doing"},"content":{"rendered":"<p>Nur ganz kurz, bevor ich mich aufmache, den Herbst zu besuchen: Eine sch\u00f6ne Hausaufgabe f\u00fcr alle, die sich auf die Jahreszeit einstellen m\u00f6chten, in der die ganze H\u00fctte tagelang gnadenlos nach Essen duftet.<\/p>\n<p>Als ich den schweren, gusseisernen Br\u00e4ter meiner Schwiegermutter entdeckte, wusste ich sofort, was ich mit dem Ding anstellen wollte: Gigot d&#8217;Agneau au four \u2013 Geschmorte Lammkeule<\/p>\n<p>1 Lammkeule von \u00fcber 2 Kilo<br \/>\n1 Knoblauchknolle<br \/>\nEin paar Karotten und Zwiebeln<br \/>\n1 Bouquet garni (Lorbeer, Rosmarin, Thymian)<br \/>\nOliven\u00f6l, Salz, Pfeffer<br \/>\n1 dl Wasser<br \/>\n1 dl trockenen Weisswein<\/p>\n<p>Lammkeule mit feinen Knoblauchspalten spicken. Mit Salz, Pfeffer und Oliven\u00f6l einreiben. In einem schweren Br\u00e4ter platzieren. Karotten, Zwiebel, Bouquet garni und die Fl\u00fcssigkeit dazu. Richtig gelesen: Keule nicht anbraten.<\/p>\n<p>Deckel drauf, mit einem Teig aus Wasser und Mehl versiegeln und adieu in den 150 Grad heissen Ofen \u2013 f\u00fcr 8 Stunden.<\/p>\n<p>Von ganz alleine f\u00e4ngt man an, wie ein Fuchs um den Ofen zu schn\u00fcren und jede Gelegenheit zu nutzen, wieder in die K\u00fcche zu schleichen, um den immer intensiver werdenden Duft einzusaugen.<\/p>\n<p>Nach ein paar Stunden braucht man nicht einmal mehr den Weg zur K\u00fcche nehmen \u2013 die ganze H\u00fctte ist komplett aromatisiert, als w\u00fcrde in der N\u00e4he eine Beduinenhochzeit abgehalten, brutal gut!<\/p>\n<p>Jetzt aber Obacht! Fehler 1: Ich hatte den Deckel nicht akribisch genug versiegelt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Versiegelter-Topf_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-937\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Versiegelter-Topf_1.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"401\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Versiegelter-Topf_1.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Versiegelter-Topf_1-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dadurch ging doch etwas zu viel Fl\u00fcssigkeit verloren. Schade, fast keine Bratensauce! Dem Fleisch allerdings hats nicht geschadet.<\/p>\n<p>Es war brachial gut. Extrem m\u00fcrbe, sehr sch\u00f6n karamellisiert, mit entsprechenden R\u00f6staromen (und das, ohne es vorher anzubraten!) und sehr, sehr w\u00fcrzig.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Lammkeule_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-938\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Lammkeule_1.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"404\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Lammkeule_1.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Lammkeule_1-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Fehler 2: Ich werde nie wieder eine Lammkeule spicken! Es steht in so vielen Rezepten und es ist so etwas von sehr, sehr unn\u00f6tig. Mir geht das &#8222;verletzen&#8220; der Fleischoberfl\u00e4che gegen den Strich. Ausserdem mag ich es nicht, wenn der Genuss der knusprigen Kruste durch breiigen Knoblauch ged\u00e4mpft wird.<\/p>\n<p>Das Ganze habe ich darum k\u00fcrzlich wiederholt und den Topf wirklich gut versiegelt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Versiegelter-Topf_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-939\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Versiegelter-Topf_2.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Versiegelter-Topf_2.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Versiegelter-Topf_2-300x193.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Keule auch nicht gespickt. Und das war gut so. Daf\u00fcr habe ich die Fl\u00fcssigkeit verdoppelt: 2 + 2 dl (ich wollte unbedingt karamellige Bratensauce).<\/p>\n<p>Das war hingegen wieder weniger gut, denn die Versiegelung hielt stand und somit hatte ich diesmal\u00a0 zu viel Fl\u00fcssigkeit (sehr gute zwar, die sich problemlos reduzieren l\u00e4sst, aber zu wenig R\u00f6staromen insgesamt, auch am Fleisch.)<\/p>\n<p>Die Lammkeule war trotzdem sehr aromatisch und butterzart. Aber von der Idee her mehr in Richtung Couscous anstelle von Schmorbraten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Lammkeule_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-940\" src=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Lammkeule_2.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"414\" srcset=\"https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Lammkeule_2.jpg 600w, https:\/\/www.anonymekoeche.net\/wp-content\/uploads\/Lammkeule_2-300x207.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das heisst, dass ich einen dritten Versuch unternehmen werde, wenn ich wieder zur\u00fcck bin: Ohne spicken, 1 + 1 dl, sauber abdichten.<\/p>\n<p>Ihr k\u00f6nnt ja schon mal Hausaufgaben machen, dann k\u00f6nnen wir uns austauschen.<\/p>\n<p>So long und &#8222;Bismillah!&#8220; wie man in Marokko an Stelle von &#8222;Guten Appetit&#8220; sagt.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur ganz kurz, bevor ich mich aufmache, den Herbst zu besuchen: Eine sch\u00f6ne Hausaufgabe f\u00fcr alle, die sich auf die Jahreszeit einstellen m\u00f6chten, in der die ganze H\u00fctte tagelang gnadenlos nach Essen duftet. 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