Karaoke mit Lachs und Shiitake

Shiitake

Lachs gedämpft in Sojasauce mit Shiitake-Pilzen.

Keine Ahnung, ob es dieses Gericht so in Japan tatsächlich gibt. Ich war noch nie dort. Aber eines Tages schon. Irgendwann werde ich der Sonne entgegenfliegen.

Und dann wird mir ein Licht aufgehen. Oder zwei, oder drei. Okay, vielleicht wird auch ein Stroboskop meine Sinne durchzucken. Sehr gut möglich. Hoffentlich!
Dôzo yoroshiku – ich freu mich.

Bis dahin muss ich mich mit Karaoke in der Küche begnügen: Ich versuche einfach nachzukochen, was mir in japanischen Restaurants besonders gut schmeckt.

Dazu gehört dieses Rezept mit Lachs.

Ich könnte natürlich auch japanische Kochbücher wälzen. Aber eigentlich mag ich Karaoke beim Kochen. Und obwohl ich einige wenige Kochbücher besitze, ist mir nichts unangenehmer, als nach Rezept zu kochen.

Ich gewinne den Dingen wesentlich mehr ab, wenn ich sie mit all meinen Sinnen erfasse und mich dann selber ans Werk mache. Ist das jetzt schon Zen? Egal. Die Zubereitung jedenfalls ist wirklich entspannend.

Dieses Essen lässt sich auch gut vorbereiten. So bleibt Zeit, um sich um die Gäste zu kümmern oder um Seppuku zu begehen, falls der Besuch wieder erwarten japanisch ist und man sein Gesicht durch dieses ehrlose Essen nicht verlieren will.

Sojasprossen, Karotten-Julienne und Shiitake-Pilze kommen auf eine Alufolie.

Sojasprossen

Die Lachstranche wird beidseitig mit Meerrettichpaste bestrichen.

Lachs

Bevor die Alufolie zu einem kleinen Päckchen geformt wird, den Lachs und das Gemüse mit einem Shot Reiswein und Sojasauce übergiessen.

Aluminium

Dann alles für 15 Minuten bei 200 Grad ins Rohr.

Zum Klebreis, der inzwischen gedämpft wird, passt ein delikates Mitbringsel vom lieben Maddin aus Korea: Algenblätter mit Sesam.

Algenblätter

Jetzt hübsch anrichten und den Anblick mit einer kurzen Meditation geniessen.

Dann, je nach Verfassung, mit viel Grüntee, Kirin Bier oder Sake runterspülen.

Kampai!

Lachs mit Soja


12 Kommentare zu Karaoke mit Lachs und Shiitake

  1. Mike Seeger am 18. Januar 2008 at 10:31:

    Sollte auch im Sommer auf dem Grill funktionieren, kann man vor allem gut vorbereiten. Die Pilze hätte ich aber vorher kurz angeröstet, das gibt noch mehr Geschmack. Mit dem Gericht könntest Du dann auch hier mitmachen.

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  2. Mike Seeger am 18. Januar 2008 at 10:39:

    Ganz vergessen zu fragen: Was gab es denn an Karaoke-Auswahl? Dies nicht, oder?

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  3. Boris Zatko am 18. Januar 2008 at 10:40:

    Nun, falls du je nach Japanien fliegst, so würde ich gerne mitkommen. Auf alle Fälle würden wir kulinarisch doch die eine oder andere Überraschung erleben, mit unserer „Japans Küche light“ aus Europa in unseren Köpfen (man erinnere sich nur an Comenius‘ Erlebnisse aus China).

    Viele liebe Grüße

    Boris

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  4. reibeisen am 18. Januar 2008 at 10:44:

    also von der präsentation her sieht das ur-original aus. da brauchst Du eigentlich gar keine reise nach nippon mehr. die könntest Du praktischerweise an uns abtreten – da wollten wir nämlich immer schon mal hin!

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  5. Claudio am 18. Januar 2008 at 12:59:

    Mike: Sieht ziemlich umami aus, das japanische Gezappel.
    Boris: Vorher gehn wir noch Kobe Beef nach Zürich ins Sala of Tokyo essen. Nur zum Vergleichen.
    Reibeisen: Okay, ich trete sie ab. Kannst du mir ein paar Sachen mitbringen?

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  6. Benedikt am 18. Januar 2008 at 14:58:

    Man könnte mal probieren, ob man mit den Zutaten auch einen einseitig gegarten Lachs hinbekommt (also „Saumon à l’umami-unilatérale“). Also scharf anbraten bis halb durch / halb roh (allerdings braucht man dafür ein Stück mit Haut), dann die Julienne drauflegen (vorher kurz andünsten oder die Pilze anbraten) und dann in den Ofen bei 70° ca 20 Min.

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  7. Claudio am 18. Januar 2008 at 16:47:

    Benedikt: Fisch oder Pilze zuerst anbraten okay, ich liebe karamelisierte Aromen. Aber was passiert mit der Julienne bei 70 Grad? Die wird doch einfach nur latschig. Bei 200 Grad hingegen karamellisieren die Spitzen der Julienne, die nicht mit Sake und Sojasauce getränkt sind. Aroma und Biss sind einmalig, glaub mir.

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  8. reibeisen am 19. Januar 2008 at 18:03:

    @ Claudio: was darf’s denn sein? wir bringen alles, was die gepäckskilogrenzen nicht ins unermessliche sprengt, gerne mit (na ja, fast alles: illegales wär‘ auch ein wenig heikel).

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  9. Boris Zatko am 21. Januar 2008 at 14:30:

    Ey, Claudio. Nachdem heutigen sehr gemütlichen Frühstück an der Seite vom Klaus muss ich sagen: Her mit dem Kobe-Vieh!!!

    Viele liebe Grüße

    Boris

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  10. Claudio am 21. Januar 2008 at 14:39:

    Reibeisen: Überrasch mich einfach!
    Boris: Wenn wir Glück haben, sitzt dann Angelina an unserer Seite.

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  11. Boris Zatko am 22. Januar 2008 at 09:21:

    Nun, das ist wohl das Mindeste!

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  12. Lachs im Rhein oder in Sojasauce « la Bâlesacienne am 9. Oktober 2008 at 09:27:

    […] Ich habe auch noch keinen Laden gefunden, wo es eine gute Auswahl frischen Fisch zum kaufen gibt, ausser bei der Globus, aber das ist mir ein wenig zu teuer. Ich möchte gern für mich richtig gut kochen hin und wieder,und dieses Rezept hat mir richtig Lust gemacht, pardon, hat mich « gluschtig » gemacht (neues Wort!): Lachs gedämpft in Sojasauce mit Shiitake-Pilzen. […]

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