Sharing is caring.

Ei Royale IGNIV

Ei Royale gefüllt mit Pilzen und einem Sellerieschaum.

So startete das beste, bewegendste und brillanteste Essen dieses Jahres. Im IGNIV by Andreas Caminada. Am 20. Dezember öffnet das Restaurant wieder und geht im Badrutt’s Palace Hotel St. Moritz in die zweite Wintersaison.

Wer, wie ich, Essen und essen gehen über alles liebt, macht sich und Gleichgesinnten mit einem Besuch bei Küchenchef Marcel Skibba ein unvergessliches Geschenk.

Was sich hier verbindet, ist einzigartig. Angefangen bei der Idee. Andreas Caminada nennt sein ungezwungenes gastronomisches Konzept «Fine-Dining-Sharing-Experience».

Im Igniv, Rätoromanisch für Nest, geht es um das Teilen von Zeit, Genuss und Kulinarik. Es ist das zweite seiner Art. Das erste ist im Grand Resort Bad Ragaz. Dort kocht Küchenchef Silvio German ebenso grandios. Beide IGNIV sind mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

In drei Gängen werden 20 Gerichte serviert, die auf den ersten Blick fast zu schön sind, um gegessen zu werden. Herausragende, kreative, überraschende, handwerklich präzise und geschmacklich intensive Gerichte.

Und obwohl sie optisch so strahlen, sind sie kein bisschen Blendwerke. Jede Zutat und jedes Element ist perfekt aufeinander abgestimmt. Man darf bei den Häppchen auch mal ganz lässig mit den Händen zugreifen. Die Stimmung ist casual, der Service super charmant.

Hinzu kommt eine charismatische Ambiance. Die spanische Stardesignerin Patricia Urquiola verbindet die ehemalige privaten Stube von Caspar Badrutt aus dunklem Täfer mit einem modernen Retro-Ambiente, das jedem Bond-Streifen als Setting dienen könnte.

Aber genug der Worte. Ich lasse meine Bilder schwelgend Revue passieren.

Luftbrot IGNIV

Luftige, knusprige Brotkissen gefüllt mit Langustine.

Rotkohl IGNIV

Raffiniert: Rotkohl umhüllt mit Senf.

Artischocken

Artischockenboden gefüllt mit einer Crème aus Feldsalat.

Leichte Kartoffel-Cracker.

Rindstatar IGNIV

Würziges Rindstatar mit Sauerrahm und Schwarzwurzel.

Zander

Zauberhaft marinierter Zander im Safransud mit Kohlrabi.

Entenleber

Entenleber mit Joghurt und Physalis.

Einer der vielen Signature-Dishes: Kopfsalatherz mit Trüffel-Vinaigrette.

Saibling

Zarter Saibling mit Sauerkraut und Kartoffeln.

Wintersalat

Farblich wie geschmacklich intensiver Wintersalat.

Geflämmter Hamachi mit Avocado und Rettich.

Fischsuppe

Wahnsinnig tiefgründige Fischsuppe.

Geräucherte Nuggets vom Val Lumnezia-Huhn mit BBQ-Sauce.

Im Heu gegarte Rinderbrust mit Krautsalat.

Ente

Entenbrust mit Topinambur, Cicorino rosso und Apfel.

Brutal knuspriger und saftiger Schweinebauch mit Quitte und Zwiebel.

Kablsbries knusprig gebacken mit cremigem Blumenkohl und Trüffel.

Die Dessert-Riege startete mit einem Karamell-Überraschungsei.

Klassische Île flottante als „Engadiner Berggipfel“.

Erfrischende Mandarinen-Granité.

Schokolade mit Variation von der Zwetschge.

Unglaublich frische Mango mit Koriander!

Bratapfel mit Zimteis.

Zum Abschied gibts beim Ausgang aus dem Candystore was das Herz begehrt.


2 Kommentare zu Sharing is caring.

  1. Gerhard am 6. Dezember 2018 at 10:00:

    I couldn’t agree more. Ich war im Sommer im anderen Igniv (Bad Ragaz) und habe dort eine ähnliche Erfahrung gemacht. Obwohl die Gerichte im Grunde simpel sind, strahlen sie doch durch ihre Präsentation und das exakte Geschmacksprofil eine unheimliche Eleganz aus. Darüber hinaus stehe ich einfach auf das sharing Rezept – es gibt für mich nix schöneres, als mich am Tisch von mehreren Tellern bedienen zu können. Übrigens auch hervorragend für Familien geeignet – ich war mit meinem 11-Jährigen Sohn dort, quasi als Einführung in die Gourmet-Küche, er war begeistert (vor allem vom „Candy Store“).
    Herzliche Grüße, Gerhard

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  2. Claudio am 7. Dezember 2018 at 10:15:

    Zu Silvio Germann nach Bad Ragaz möcht ich schon lange, lieber Gerhard. Muss auch spitze sein! Toll, dass du deinen Sohn mitnimmst. Man kann nie früh genug beginnen mit kulinarischer Bildung!

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