Lasst uns gemeinsam kochen.

Risotto al Amarone

Das fabelhafte Fräulein Schneefeld aus Berlin hat eine bezaubernde Idee!

Sie lanciert ein Synchronkochen mit einem Rezept aus meinem neuen Gemüsekochbuch all’orto. Wenn ich Corona bedingt schon nicht nach Berlin kann, um bei ihr mein Buch vorzustellen, wie die letzten zwei Mal, rücken wir wenigstens virtuell zusammen und geniessen quasi getrennt gemeinsam.

Wer mag, kocht meinen verführerischen Risotto all‘ Amarone mit Castelfranco nach, teilt den Beitrag auf dem eigenen Blog und verlinkt dann am 1. November hier in die Kommentarspalte. So können alle alles sehen und wir tauschen uns genüsslich darüber aus.

Natürlich freuen wir uns auch über Beiträge auf Instagram und in den Instagram-Stories. Wenn ihr uns markiert, teilen wir eure Stories selbstverständlich: @claudio_anonymekoeche | @schneefeld_hund

Herzlichen Dank Fräulein Schneefeld für die grandiose Initiative und euch viel Spass beim Nachkochen. Und besucht ihren bezaubernden Buchladen mit Chocolaterie, wenn ihr in Berlin seid.

Hier das Rezept zum Nachkochen

Risotto all’Amarone ist ein traditionelles Gericht aus Verona. Es vereint drei exzellente Zutaten aus der Region Venetien: die vorzügliche Reissorte Vialone Nano, den kräftigen Rotwein Amarone della Valpolicella und den aromatischen Käse Monte Veronese. Allein diese schlichte Dreifaltigkeit macht dieses Gericht zu einem Gedicht. Mit der Zugabe von leicht bitterem Radicchio Castelfranco – sowohl mitgekocht als auch roh – erweitert man das Geschmackserlebnis um eine heitere Nuance. Ein paar Kleckse Squacquerone, der cremige Frischkäse aus der Emilia-Romagna, runden das Ganze perfekt ab.

Zutaten
1 l Gemüsebrühe (laut traditionellem Rezept Fleischbrühe)
2 EL Olivenöl extra vergine
1 rote Tropea-Zwiebel (alternativ Schalotte), fein geschnitten
320 g Vialone Nano Reis (alternativ Carnaroli)
300 ml Amarone della Valpolicella (alternativ ein anderer kräftiger Rotwein)
1 Radicchio Castelfranco (alternativ andere Bittersalate aus dem Veneto, wie Cicorino), fein geschnitten
50 g Butter
50 g Monte Veronese (alternativ Parmesan oder Grana Padano), gerieben
200 g Squacquerone (alternativ ein anderer Frischkäse aus Kuh- oder Ziegenmilch)

Zubereitung
Erst die Brühe erhitzen. In einem anderen Topf das Olivenöl erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen, ohne dass sie Farbe annimmt. Dann den Reis dazugeben und auf Temperatur bringen, bis er glasig wird. Mit einem Drittel des Weins ablöschen und diesen komplett verdampfen lassen. Den restlichen Wein angiessen und etwa zur Hälfte reduzieren lassen. Schöpflöffelweise die heisse Brühe zum Reis geben. Sobald die Brühe fast ganz aufgesaugt ist, kräftig mit einem Holzspatel rühren, um die Stärke vom Topfboden zu lösen. Weitere Brühe dazugiessen. So fortfahren, bis der Reis bissfest gegart ist; das dauert etwa 20 Minuten.

Die Häfte des Radicchio untermischen, dabei darauf achten, dass der Risotto flüssig bleibt. Wenn man den Topf kippt, sollte er wie eine Welle fliessen. Deshalb sagt man auf Italienisch auch all’onda. Zum Schluss die Butter und den geriebenen Käse unter den Risotto ziehen.

Den Risotto auf flache Teller verteilen. Den Squacquerone mit einem Kaffeelöffel über dem Risotto verteilen, dann den restlichen Radicchio daraufsetzen.

Risotto al Amarone


3 Kommentare zu Lasst uns gemeinsam kochen.

  1. Sarah am 26. Oktober 2020 at 11:13:

    Das Risotto klingt wirklich spitze! Schön schlicht und simpel, aber trotzdem edel. Und der Rotwein macht es wunderbar herbstlich. Das muss ich unbedingt nachkochen!

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  2. Risotto all’Amarone | lieberlecker am 1. November 2020 at 06:01:

    […] Claudio schreibt, dieses Gericht vereine 3 exzellente Zutaten aus der Region Venetien. Schade mussten wir auf Grund der Corona Entwicklung unseren Veneto Aufenthalt kurzfristig annullieren. Aber andererseits hätte ich damals ja gar noch nicht gewusst, was ich denn im Veneto einzukaufen hätte 😉 […]

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  3. Claudio am 1. November 2020 at 19:04:

    Fantastico, lieber Andy! Hoffentlich könnt ihr eure Venetoreise bald nachholen und den Klassiker vor Ort geniessen. Cari saluti!

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