Randenleder

Kulinarik-Quiz. Hat jemand die leiseste Ahnung, was das ist?

Dass es Kunst ist, ist jedem klar. Ich meine, was habe ich da Essbares fabriziert?

Für die Rande des Wahnsinns habe ich doch kürzlich gekochte Rande püriert und durch ein feines Sieb passiert. Ich brauchte für mein Gericht nur den Saft. Was also tun mit dem übrig gebliebenen Püree?

Ich hatte da so eine Idee: Was passiert, wenn man etwas frisch gepressten Blutorangensaft zum Püree mischt und dieses dann langsam im Ofen trocknet? Dann bekommt man das verrückteste Bete-Blutorangen-Leder! Abgesehen von der skurrilen Form hat es eine tolle Textur – ledrig eben – und schmeckt wie Fruchtgummi! Aber natürlich, nicht so künstlich süss.

Ich hatte etwa 3 Esslöffel Püree. Die habe ich dünn auf einem Backpapier ausgestrichen und rund 3 Stunden bei 70 Grad getrocknet. Dabei die Ofentüre einen Spalt offen gelassen.

Kann man so als Snack essen, ein Dessert damit anreichern oder zu einem Gericht kombinieren, dass eine süsse Komponente verträgt – Wild zum Beispiel!

Viel Spass beim Nachkochen und Tüfteln.


7 Kommentare zu Ist das Kunst oder kann das was?

  1. Frenk am 19. Januar 2019 at 17:51:

    Sag mal!? Schon beim Anblick des letzten Tellers verspürte ich einen Mordshunger beim Anblick des blutigen Gemetzels. Nun etwas, das aussieht wie ein Transversalschnitt durch ein Primatengehirn. Geht es dir gut? Hast du von Ferran Adrià geträumt?
    Spass! Lassen sich daraus auch Chips machen? Cheerio 🙂

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  2. Claudio am 19. Januar 2019 at 18:34:

    Haha! „Transversalschnitt durch ein Primatengehirn“, genau danach hab ich gesucht, Frenk! Ferran ist allerdings ganz weit weg. Das ist mehr so intuitives Try and Error mit viel Freude am spontanen Ergebnis. Für Chips müsste man wohl die Temperatur erhöhen und die Ofentüre schliessen. Die hier sind mehr gummy als crisp, aber saugut! Cari saluti.

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  3. Kathrin am 28. Januar 2019 at 21:46:

    Diese Bilderstrecke fasst für mich all die Liebe und Hingabe zusammen, die ich dem Zubereiten und Genießen von Lebensmitteln am liebsten jeden einzelnen Tag entgegenbringen würde. Das ist vielleicht die erste Kunst, die ich wirklich mitfühlen kann. Grandios!

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  4. Claudio am 29. Januar 2019 at 13:43:

    Oh, danke, Kathrin!

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  5. Nimitta Domeniconi am 2. Februar 2019 at 18:28:

    Salut Claudio
    Habe Dich vor kurzem bei Freunden entdeckt…Bücher gekauft und mich sofort an die lievito madre gemacht.
    Trotz Winter und Holzofen als einzige Heizquelle, es blubbert und ist schon zwei mal verbacken worden!
    Freude!

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  6. Claudio am 4. Februar 2019 at 10:10:

    Glückwunsch! Weiterhin viel Freude und gutes Gelingen.

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  7. Silvia am 12. Februar 2019 at 16:16:

    Ciao Claudio – schon lange nichts von Dir gelesen… alles gut? Bin gespannt auf neue Experimente aus deiner Küche!

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