Beileibe, trinken bildet.

Bar

Der gern gelesene Torsten, von dem ich glaube, dass er gut essen, gut trinken und gut schreiben kann, möchte etwas über meine Trinkgewohnheiten erfahren: Er hat mir ein so genanntes Stöckchen weitergegeben. Das hat er seinerseits von den Bildungstrinkern erhalten. Sie haben die Regeln für die Beantwortung der 11 Fragen dieser Blogger-Bekenntnis-Kette hier zusammen gefasst.

Bis jetzt habe ich gar nicht gewusst, dass ich überhaupt Trinkgewohnheiten habe. Hätte mich jemand gefragt, ob ich ein Gewohnheitstrinker bin, hätte ich vehement verneint.

Ich bin froh, habe ich 2007 die Anonymen Köche gegründet. Hier kann ich meine Kochsucht ausleben. Richtig glücklich aber bin ich, dass meine Lust am Trinken nie zur Sucht wurde und ich die Anonymen Alkoholiker nur als Aufhänger für meinen Blognamen kenne.

Dank den nachfolgenden Fragen, habe ich mir erstmals wirklich Gedanken darüber gemacht, was ich wie und weshalb trinke. Könnte für andere auch spannend sein. Ich meine – sich diese Fragen zu stellen.

Was ist dein liebster Drink?

Einfach so, aus dem Ärmel geschüttelt? Wie Bond seinen Martini? Nein. Dazu lasse ich mich viel zu sehr von der Stimmung leiten. Und ich muss zugeben, dass ich wenig Cocktails oder Long Drinks trinke. Ich mag es gerne pur. Am liebsten einen passenden Whisky. Wenn möglich, mit Zigarre.

Wann hast du das erste Mal Alkohol getrunken?

Mit 10 Jahren. Das werde ich nie vergessen. Eines langweiligen Nachmittags hatten wir die Schnapsidee: Wir probieren jeweils ein Deckelchen (wirklich nur eins!) von jeder Flasche, die meine Eltern in der verspiegelten Mini-Bar dieser magischen Wohnwand hatten. Ich hab die ganze Nacht durchgekotzt und musste am nächsten Tag dem Kinderarzt beichten, warum. Die Heilung hat dann immerhin so bis 14 Wirkung gezeigt.

Welchen Drink hast du am meisten bereut?

Ich habe schon Abende zur falschen Zeit am falschen Ort bereut, aber eigentlich nie einen Drink.

Bar oder Kneipe?

Bar. Und zwar so viele wie möglich an einem Abend. Ich freue mich schon auf den Sommer. Mit zwei trinkfesten Weggefährten schwingen wir uns jedes Jahr auf unsere Velos und peilen alle Sommerbars in Basel an. Wir träumen insgeheim davon, eines Tages in einer Konvoi-Horde von Hunderten (mit Polizei-Escorte) durch die City zu ziehen. Aber jedes Jahr stehen wir wieder nur zu dritt am Start.

Champagner oder Schaumwein?

Blöd, dass schon ein anderes Getränk diesen Claim für sich beansprucht. Denn für mich ist der Unterschied: Champagner verleiht Flügel.

Mit wem würdest du gerne trinken?

Mit Carlo Bernasconi in der Kronenhalle Bar. Unglaublich, dass ich das schreibe, anstatt es einfach zu tun. Dio cane!

Bei wem würdest du gerne trinken?

Als Gast im Haus von Martin Suter. Ich hoffe, er hat eine gemütliche Hausbar. Ich stelle mir die Bars in Guatemala mulmig vor, obwohl mein Lieblingsrum von dort kommt. Komisch.

Wie sieht deine Home Bar aus?

Ich habe so einen Fifties-Servier-Boy, der sehr gut zum Teppich passt, den wir von Mister Lebowski meiner Schwiegermutter geerbt haben. Da drauf stehen zurzeit neun Whiskies (meine liebsten momentan: Knappogue Castle Irish Whiskey, Lagavulin, Knockando). Ein Zacapa Rum und ein St. James Rum. Zwei Grappas, der bessere ist von Gaja. Dann diverse Bitter, Vermouths, Gin, Port und Sherry.

Servierboy

Beschreib deine Eiswürfel.

Eiswürfelbeutel. 3,5 x 3,5 x 1,5 cm. Muss nur manchmal aufpassen, dass es wirklich Eiswürfel sind und nicht etwa gefrorener Fond.

Was ist deine Gin-&-Tonic-Empfehlung?

Monkey 47 mit Gents Swiss Roots Tonic Water. Aber die allerbeste Empfehlung sind meine beiden neuen Babies: Ginn & Ginnie. Und die werden bitte pur genossen – ohne Tonic.

Ginn and Ginnie

Wie bekämpfst du deinen Hangover? 

Mit einem isotonischen Getränk. Funktioniert bei mir wie ein Schnell-Ladegerät für Power-Akkus.

Ich muss kurz überlegen, wen ich nun nominieren könnte. Meldet sich jemand (mit eigenem Blog) freiwillig?

 


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  1. Beileibe, trinken bildet. | Paella Catering am 6. März 2015 at 01:19:

    […] By Claudio […]

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  2. Marqueee am 6. März 2015 at 09:11:

    Ah, grazie mille! Sehr interessant, ich hätte zum Beispiel nicht gedacht, dass du (eher) ein Cocktail-Verächter bist, lieber Claudio. Und irgendwie passend, dass der Lagavulin ganz vorn auf dem Barwagen steht – spielten doch Islays gerade eine nicht unwesentiche Rolle in der auch sonst sehr hörenswerten „Smoke“-Ausgabe #22 der Bildungstrinker.

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  3. Lieblingsdrinks und Bargeschichten | Viva Culinaria am 6. März 2015 at 15:46:

    […] Anonyme Köche: Beileibe, trinken bildet […]

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  4. Man in Helvetica am 6. März 2015 at 19:35:

    Sehr schöner Post, immer wieder eine Inspiration!

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  5. Elf Fragen rund um Lieblingsdrinks und -bars - Kochfreunde.com am 9. März 2015 at 22:44:

    […] Claudio del Principe […]

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  6. trinken bildet. bildet trinken? - kulinarische notiz - esskultur am 18. März 2015 at 12:36:

    […] möglichst schwer zu beschaffende ausnahmedestillate impliziert, vorstellen muss, nicht aus. aber: herr anonymer koch aka claudio del principe hat mich bei der ehre gepackt und gemeint, genau deshalb solle ich drüber […]

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