Streifen machen schlank.

Petersilienwurzel

Aktuelles Lieblingswintergemüse: Geröstete Petersilienwurzelstreifen.

Die Dinger sind so gut, ich werd noch wahnsinnig. Ich esse sie am liebsten als Snack, als Vorspeise oder als Beilage – vorwärts und zurück.

Man sieht ja jetzt vermehrt Rezepte für geröstetes Wurzelgemüse. Urkarotten, Pastinaken. So vom Blech. Da wird dann immer hip Honig drüber geglibbert, ganze Kräuterbüsche werden mit in den Ofen geschoben, Tonnen von Knoblauch und Zwiebeln sowieso und gewürzt wird, als wären wir im Beduinenzelt.

Eigentlich aber braucht es nur: Olivenöl, Pfeffer, Salz. Und: Einen Sparschäler.

Denn wenn die Petersilienwurzeln in sehr dünne Streifen geschnitten werden, mutieren sie zu einem leichten, süchtigmachenden Snack. Superknusprig und süsslich konzentriert (genau, die Wurzeln haben schon genug Eigenzucker, da braucht es nicht noch extra Honig) mit einem intensiven Sellerie-Petersilien-Kartoffelchips-Geschmack.

Die Petersilienwurzeln einfach mit dem Sparschäler schälen. Anschliessend die Wurzel der Länge nach halbieren, mit der Schnittfläche auf ein Schneidebrett legen und dann mit dem Sparschäler möglichst gleichmässige Streifen abziehen.

Streifen in eine Schüssel geben, wenig Olivenöl darüberträufeln und alles mit den Händen gleichmässig vermischen. Jeder Streifen sollte mit einem dünnen Ölfilm überzogen sein. Es braucht wirklich nicht viel.

Ich gebe sie gerne in einen Antihaftbräter und röste sie während etwa 10 Minuten bei 200 Grad Umluft. Man kann sie auch auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Wichtig ist, dass sie locker verstreut werden und nicht auf einem Haufen liegen. Zwischendurch zwei, dreimal wenden und auflockern.

Mit frisch gemahlenem Pfeffer aus der Mühle und Fleur de Sel würzen. Und weil die auch ohne fette Dips schmecken, ist das alles in allem eine sehr schlanke Sache.


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  1. multikulinaria am 1. Februar 2017 at 17:39:

    Ich mag Ofengemüse sehr gern und vermute, dass deine puristischen Petersilienwurzelstreifen auch für mich ein gewisses Suchtpoential bergen. Danke für die Inspiration!

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  2. Manfred am 1. Februar 2017 at 18:09:

    Zum Glück habe ich heute Petersilienwurzel gekauft; -)

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  3. Ursula am 1. Februar 2017 at 21:19:

    weiss jemand, wie die Petersilienwurzel auf italienisch heisst? Ich wohne im Tessin und kaufe hier und evtl. in Italien ein. Toller Blog, complimenti!

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  4. Claudio am 2. Februar 2017 at 02:20:

    Dann gut snack, multikulinaria! Gemüsetelepathie. Mein Steckenpferd, Manfred. Ganz einfach, Ursula, radici di prezzemolo.

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  5. susann am 2. Februar 2017 at 08:20:

    Ach Claudio… Grossartig dein schlichtes Rezept. Das ist es doch, was Freude macht. Gut zu kochen mit schlichten guten Sachen, die himmlisch schmecken. Man muss bloss drauf kommen 🙂 Hast du es mal mit Schwarzwurzeln so probiert? Schmecken auch absolut toll. Halte dann mal das Rezept auf meiner HP fest. Glg, Susann

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  6. Claudio am 3. Februar 2017 at 18:09:

    Ja, Susann, habs auch mit Schwarzwurzel probiert – gleichzeitig sogar, im Direktvergleich, quasi – und ich muss sagen: Die Petersilienwurzel hatte dann doch wesentlich mehr Geschmack.

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  7. lihabiboun am 8. Februar 2017 at 22:04:

    Ich habe gerade eine Portion zu Kohle verarbeitet – entweder Ihr Sparschäler schneidet dicker als meiner oder Ihre Umluft ist kälter …. Ich schreite dann mal zu Portion zwei ….

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  8. Claudio am 8. Februar 2017 at 22:21:

    So eine Gemeinheit! Zum Glück haben Sie noch welche übrig. Jetzt aber aufpassen!

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  9. Peter am 9. Februar 2017 at 22:01:

    Hey,
    ich bin begeistert von diesem Snack. Habe ihn heute gleich mal ausprobiert und muss zustimmen, dass sie süchtig machen!
    Das ist wirklich eine gute Alternative zu den normalen Chips.

    Beste Grüße Peter

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  10. Uschi aus Aachen am 10. Februar 2017 at 18:31:

    Das höchste Lob des Mannes: oberlecker! Stimmt, finde ich auch – allerdings läßt die Bräunungsgleichmäßigkeit noch zu wünschen übrig, da muß ich mit dem hiersigen Backofen noch ein bißchen herumprobieren… Danke jedenfalls für diese wunderbare Idee.

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  11. Thomas am 12. Februar 2017 at 10:20:

    Danke, für die Idee

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  12. Eli am 13. Februar 2017 at 17:07:

    Mit der Pastianke kommt’s auch nicht übel!

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  13. Claudio am 13. Februar 2017 at 22:31:

    Vielleicht die Temperatur ein wenig reduzieren, Uschi, dann bräunen sie gleichmässiger. Glaub ich sofort, Eli!

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  14. Sandra am 17. Februar 2017 at 08:26:

    Gestern mit meiner 10-jährigen Tochter ausprobiert – so einfach und so gut. Wir lieben überhaupt all deine Rezepte. Kürzlich sagte meine Tochter: Mama, es ist bald wieder Zeit für einen Knochenjob! (Ja, das Leben macht Spass mit Demi-Glace)

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  15. Claudio am 17. Februar 2017 at 08:32:

    Wie schön, Sandra! Hast mir eben den Tag versüsst. Was sag ich, das Wochenende! Weiterhin viel Spass beim Lesen und Nachkochen.

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  16. AnnA am 25. Februar 2017 at 21:51:

    Nachgetrocknet und für gut befunden.

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  17. Vielfältig und wunderbar: Wintergemüse - cookin' am 1. März 2017 at 07:40:

    […] Entweder rustikal im Ganzen mit Olivenöl, Knoblauch und Zwiebeln, z.B. mit Rotkohl. Oder, als erstaunlich feiner Snack, in Streifen geschnitten wie hier bei Anonyme Köche. […]

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