From Pappa with love

Spare Ribs_s

Fingerlecken ausdrücklich erlaubt: Karamellzarte Schweinerippchen.

Mein Jüngster wieder. Ihm war nicht nach selbst gemachter Pizza. Uns schon. Wir sehnen uns einmal pro Woche nach der guten Pizza vom Blech.

Und wir geben stets unser Bestes. Wohl wissend, dass wir nie auch nur annähernd in die geschmackliche Vizinanz kommen. Vielleicht ist es ihm deswegen einerlei.

«Was willst du denn?» «Spare Ribs!» Das ist nun schon ziemlich lange eine seiner Lieblingsspeisen auf seiner eher knappen Menüliste. Natürlich nur die Spare Ribs die Pappa macht. Was sonst. «Aber natürlich mein Sohn, sollst du bekommen.» Genau fünf Stück hat er sich gewünscht.

Weil der Ofen für die Pizza reserviert war, habe ich sie im Eisenbräter gemacht.

Spare Ribs im Topf_s

Kann es nur empfehlen. Man hat die totale Kontrolle.

Zuerst habe ich die Rippchenreihe in einzelne Rippchen aufgeschnitten. Dann bei mittlerer Hitze mit wenig Butterschmalz gebraten. Ohne sie vorher zu marinieren, wie ich das sonst machen würde, wenn ich sie im Ofen gare.

Fleisch beiseite gestellt und den Bratensatz mit Sojasauce gelöst. Dann Reisessig angegossen und etwas reduziert.

Anschliessend wie immer die Zutaten Pi mal Daumen zusammengerührt und so lange abgeschmeckt, bis ich zufrieden war: Schalotte gewürfelt, Knoblauch angedrückt, Ingwer gerieben. Rohrzucker, Tomatenketchup, Orangenlimonade, Austernsauce, Paprikapulver, schwarzer Pfeffer, gute Chilisauce.

Rippchen in die Sauce geben, Deckel drauf und eine Stunde bei kleinster Hitze schmoren, bis das Fleisch langsam den Knochen freigibt.

Spare Ribs warm stellen, Sauce sirupartig einkochen. Rippchen wieder dazugeben und vorsichtig in der Sauce rollen damit sie von allen Seiten mit der klebrigen Glasur überzogen werden.

Ob mein Sohn verschleckt ist? Und wie! Beide Hände. Der Mund rundherum. Die linke wie die rechte Wange. Und der Ärmel seines Pyjamas, das er zum Mittagessen noch immer anhatte.


18 Kommentare zu From Pappa with love

  1. Claus am 30. Dezember 2013 at 22:30:

    So ´ne Sauerei käm bei uns niemals ins Haus!!! Alles Gute für zwanzischvierzehn, Claudio, hoffe, wir sehn uns nochmal…

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  2. Claudio am 30. Dezember 2013 at 23:15:

    Wünsch ich dir auch! Wir sehen uns, keine Bange.

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  3. Irene am 31. Dezember 2013 at 00:28:

    Das sieht bestens aus! Ich für mich würde die Pizza vorziehen, meinen Fleischtiegern würde es aber bestens gefallen.
    E guete Rutsch in ein gesundes, genussvolles 2014
    Liebs Grüessli
    Irene

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  4. Alexia am 31. Dezember 2013 at 09:13:

    mjam. Da weiß man nicht für was man sich entscheiden soll: Pizza oder diese saulecker-glänzenden Schweinerippchen.
    An guatn Rutsch – und weiter so.

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  5. Frank am 2. Januar 2014 at 19:34:

    Hallo Claudio,
    erstmal alles Gute für 2014.
    Die Ribs sehen ja fantastisch aus, aber nur 5 Stück? 🙂
    Ich würze sie gern ähnlich, jedoch auf dem Grill. Dann noch einen Hauch 5 Spice hinzu, und schon hast Du perfekte „Weihnachtsribs“.
    Gruß Frank

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  6. Oliver am 2. Januar 2014 at 21:10:

    Ich lese hier schon lange mit (bzw. nach) und jetzt sehe ich mich zu meinem ersten Kommentar „genötigt“: *hmmmmm*, lecker!

    Ich beneide Deine Kinder um ihren Pappa und ihre kulinarische Versorgung :-).

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  7. Claudio am 7. Januar 2014 at 01:02:

    Danke, ihr Lieben und frohes Neues!

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  8. Harry am 9. Januar 2014 at 10:36:

    Boooaaahh da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen beim Lesen…was für eine Kalorienbombe 😀

    Gutes Neues noch nachträglich…ich habe hier noch was Interessantes gefunden für alle die sich für Kochsendungen interessieren…hier gibt es eine Grafik, die zeigt, wer der angesagteste TV-Koch Deutschlands ist:

    http://www.kurzurlaub.de/von-unseren-reise-experten/infografik-koch-duell-der-fernsehkoeche.html

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  9. Magdi am 9. Januar 2014 at 12:39:

    Bei uns gibt es auch jede Woche Pizza:) Pyjama zu Mittag ist soo was von Weihnachtsferien:D Letztes Jahr gab es bei uns x-mal Spare Ribs, weil mir kein Rezept total zugesagt hat. In der Marinade dürfte kein Salz (auch kein Ketchup, Senf, weil Salz enthält usw.)drin sein, sonst ziehen die Rippchen schon beim Marinieren Wasser. So wie du sie hier zubereitest, macht tolat Sinn, in kälteren Jahreszeiten. Aber im Sommer möchte man sie auf dem Grill fertig, knusprig braten. Wie oder besser gesagt, in was legst du sie zum Grillen ein? Kochst du sie vor?

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  10. Claudio am 10. Januar 2014 at 19:22:

    Liebe Magdi, auf dem Grill mach ich solche Rippchen nie. Die Marinade würde verbrennen und in die Glut tropfen. Ich würde sie daher mit einem Rub (nach deinem Gusto) trocken würzen und indirekt, sehr langsam grillen. Willst du sie dann trotzdem glasiert, würde ich sie nach dem Grill kurz in einer Schüssel mit einer eingekochten Sauce wenden und sie schön damit überziehen.

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  11. Christine am 13. Januar 2014 at 00:34:

    Ich hab wohl die letzte Stunde hier auf dem Blog zugebracht und bin von einer Leckerei in die nächste gekommen. Das macht echt Spaß auf mehr und die Rippchen werde ich sicherlich probieren, die sehen echt wahnsinnig lecker aus!

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  12. Databoy78 am 16. Januar 2014 at 17:21:

    Ich möchte in meinem nächsten Leben als dein Sohn geboren werden.

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  13. Gabor am 7. Februar 2014 at 23:29:

    Nicht, dass ich´s selber schon mal probiert hätte, aber in diesem Zusammenhang fällt mir ein, was ich erst grad beim Thema „sirupartig“ und Rippchen aufschnappte:

    Cola!

    Coca Cola – oder Pepsi – als Bestandteil der süssen „Lackierung“.

    Irgendwo in einem Heftli, bei einem mexikanischen Rezept, hab ich das neulich gelesen.

    Es ist wohl so eine Art political correctes Gruseln, das mich vor der Vorstellung, die „Brause des Bösen“ zum Kochen zu verwenden, instinktiv zurück schrecken lässt. Ev. ein engstirniger Vorbehalt?

    Schon mal jemand von gehört? Ev. gar ausprobiert?

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  14. Marjan am 2. April 2014 at 12:49:

    Und da soll man(N) nicht auf die Tasten sabbern??
    Leckerst

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  15. Spare Ribs, Rippchen, Schälrippen, spuntature di maiale am 25. Juni 2014 at 10:35:

    […] Ribs gibt’s übrigens auch für Gourmets… Wo? Bei Claudio natürlich: Spare Ribs für Gourmets. Und da ich grad dabei bin: Das beste Kochbuch, das ich je gelesen habe, ist auch von Claudio. Es […]

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  16. Anonyme Köche » Blog Archive » Glasieren anvisieren! am 2. März 2015 at 00:10:

    […] Mein Jüngster liebt ja Spare Ribs, die ich ihm gerne auch ganz exklusiv zubereite wie diese hier: […]

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  17. Joachim Braun am 14. März 2015 at 10:25:

    Ein schöner Bericht über eine wahrscheinlich wunderbare Pizza. Aber das „Rezept“?: Hefe (wieviel, welche wenn man nicht die Hefe des Pizzabäckers hat), was ist Wasser 45%, wieviel Mehl, wie lange geht der Teig, bei welcher Temperatur? Wenn 45% das Verhältnis Gewicht Mehl/Wasser bedeuten soll, das wäre ein sehr sehr fester Teig. Viele Fragezeichen, bevor man die Wunder-Pizza selbst backen kann.

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  18. Claudio am 14. März 2015 at 14:11:

    Lieber Joachim, in meinem Buch „Italien vegetarisch“ gibt es einige Rezepte für verschiedene Pizza und Focaccia 😉 Irgendwann schreibe ich hier auch mal einen ausführlichen Artikel über Hefe, Teigführung und Pizzabacken. Aber auch ich bin noch lange nicht annähernd am Geschmack der Wunderpizza. Ich übe!

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