Fear and Loathing in Basel

Biertraumwelt

Oder aber wir halten es schlicht für nicht möglich, sich durch dieses Plakat in eine Biertraumwelt – was immer das sein mag – verführen zu lassen.

Auch wenn wir – zugegeben – für einige Sekunden in den Bann gezogen werden.

Erstens, um sich kurz der eigenen Vorstellung hinzugeben, was wohl für welche Klientel eine Biertraumwelt darstellen könnte. Und zweitens, wegen der entschlossenen Typographie, die unter Anwendung raffinierter Satztechnik bis ans Äusserste geht und mit einer Tilde anstelle eines Umlautzeichens über dem Ö für einen (vermutlich unbeabsichtigten) Eyecatcher sorgt.

Vielleicht kann sich ja die liebe Nina von Sehsucht einen Reim darauf machen.

Jedenfalls, proscht Nägeli!


Feigen geschmackvoll assoziiert

Feigen mit Rohschinken

Gute Foodblogs sind erlesener Genuss. Und erstaunlich präsente Begleiter.

Das passiert, wenn man an einem sonnendurchfluteten Herbst-Samstag an einen Marktstand heranflaniert, der zarteste italienische Feigen verkauft: Man denkt sofort an diesen Post, den man einmal in einem seiner Lieblings-Foodblogs gelesen hat.

Und ohne zögern blättert man 10 Franken für ein halbes Kilo hin in sicherem Wissen, das wird gut. Richtig fest gut sogar.

Für zwei, drei oder vier Personen, je nachdem wie üppig die Vorspeise sein soll:

Ein halbes Kilo hübsche kleine, grüne Feigen gut abspülen und trocken tupfen
Kreuzweise einschneiden und leicht öffnen
Wölkchen aus bestem Rohschinken (San Daniele, Pata Negra) dazubetten
Mozzarella (di Bufala, wenns geht) zerrupfen und dazwischen verteilen

Für die Vinaigrette braucht es den Saft einer halben Zitrone
Einen Teelöffel besten Honig
Bestes Olivenöl Extra Vergine
Etwas guten Balsamico (muss nicht weiss sein)
Salz und Pfeffer

Alles zu einer geschmeidigen Emulsion rühren und die Dreifaltigkeit damit nappieren – fertig ist der himmlische Genuss.

Herzliche Grüsse nach Wien und danke für diese Inspiration.


Die Rossini Kur

Trueffel

Schwer zu sagen, wer die grössere Freude bei diesem Geburtstagsessen hatte: der Beschenkte, oder der Schenkende.

Zu Geburtstagen lade ich ja gerne zum Fünfsterne-Frühstuck ins Hotel. Aber diesmal hatte meine Frau den Jubilar zu uns nach Hause eingeladen. Und sie hatte ihn (nicht mich, den Koch) gefragt, was er sich denn zum Essen wünsche. «Tournedos Rossini!», kam es – mehr als Witz – geschmettert.

Für mich war das natürlich kein Witz, sondern die beste Idee seit langem. Ich wollte diesen Klassiker schon immer mal selber kochen, und ich freute mich, wie die diebische Elster.

Zugegeben, nach meiner heftigen Erkältung ist das Gericht von Gioachino Antonio Rossini (1792 – 1868) eine echte Rosskur, aber was soll man sagen, grosse Werke entstehen zuweilen unter einem gewissen Leidensdruck.

Schon das Einkaufen edelster Zutaten treibt einem die Lebensgeister wieder in die Knochen: Frische Trüffel, Foie Gras, bestes Filet vom Angus Rind …

Die Zubereitung ist, verglichen mit der kulinarischen Schwere dieses Piatto Forte, eher leicht zu dirigieren, sofern man seine Partitur im Griff hat:

Filet-Steaks (je 200 g) mit Küchenschnur binden, um sie in Form zu halten

Filet-Steaks

Filets-Steaks salzen, pfeffern und 3 Minuten pro Seite scharf in Bratbutter anbraten, abdecken und warm halten (bei 60 Grad im Ofen)

Filets braten

Fett aus der Pfanne wischen, Bratensatz mit 1 Tasse Madeira lösen, reduzieren lassen. Eine weitere Tasse Madeira dazugiessen, reduzieren lassen. Etwas Demiglace dazu und mit 3 dl Kalbsfond aufgiessen, reduzieren lassen.

Geeiste Butter

Sauce mit geeister Butter montieren

Sauce montieren

Trüffel mit dem Trüffelhobel in die Sauce hobeln

Trueffelsauce

Anrichten: Das Filet-Steak auf eine getoastete Brotscheibe legen, ein Stück Foie Gras obendrauf und das Ganze grosszügig mit der Trüffelsauce übergiessen

Tournedos Rossini

Ich darf jetzt nichts Keckes behaupten, aber unser Gast versicherte mir glaubhaft, dass er noch in keinem Restaurant je ein besseres Tournedos Rossini bekommen hat. Das lass ich doch glatt mal so im Raum stehen.

Ich bin natürlich sehr froh, dass ich es beim ersten Mal nicht versaut habe, sonst hätte nicht nur Signor Rossini einen Grund mehr gehabt (in seinem Grab) zu weinen. Seine drei anderen Gründe werden so zitiert: «Ich gebe zu, dreimal in meinem Leben geweint zu haben: als meine erste Oper durchfiel, als ich Paganini die Violine spielen hörte und als bei einem Bootspicknick ein getrüffelter Truthahn über Bord fiel.»


Deftig abgetischt

Schlafzimmerdecke

Aua. Ich mag kein frittiertes Hirn. Schon gar nicht, wenn es mein eigenes ist. Schon seit Tagen amüsiert sich irgend so ein geltungssüchtiges Virus, meinen Körper bei extrem- niedrig-garenden 40 Grad zu pochieren. Widerlich, einfach widerlich.

Typisch auch, dass mein eifrig Fieberträume produzierendes Hirn jetzt wieder dieses Bild sendet: Ich als zwölfjähriger Ferienbub in der Küche meiner Bauerngastfamilie im Zürcher Oberland. Rös, die Mutter, führt einen in gespannter Vorfreude grinsenden Mann herein und heisst ihn, zu warten. Dann steigt sie die knarrende Treppe zum Keller hinab. Stille. Die Blicke ruhen auf dem wuchtigen, abgeschabten Holzschneidebrett auf dem Esstisch.

Dann hört man sie fröhlich pfeifend wieder hinaufstaksen. Der Mann wiegt sich in freudiger Erwartung von einem Fuss auf den anderen, so als wolle er der Bäuerin helfen die Treppen zu erklimmen. «So!», stösst sie aus, und zeigt das Objekt der Begierde unter ihrem linken Arm – einen Schweinekopf. «Nur den Halben, haben Sie gesagt?», der Mann nickt.

Sie setzt den Schädel genau vor mir aufs Schneidebrett. Das Schwein – sein Schädel – reckt mir die kalte Schnauze mild grinsend entgegen. Die Lider mit weissblonden Wimpern bespickt, sanft geschlossen. Und dann spaltet sie mit einem schweren Metzgerbeil der Sau die Rübe mit einem einzigen Schlag entzwei: «Wlamm!»

Dabei kippen die beiden Schädelhälften auseinander und etwas Hirn auf den Tisch. Ein Bröckchen, so gross wie eine Honigkaramelle vielleicht. Und – schwupp! – in einer eleganten Wischbewegung mit Zeige- und Ringfinger holt sich Rös den Happen vom Tisch und steckt ihn sich genüsslich in den Mund!

Diese letzte Sequenz wird nun von meinem Hirn in einer Endlosschlaufe projiziert, als wäre es ein Pipilotti Rist Video. Und ich kann ja nicht mal wegsehen! Auch wenn ich die Augen schliesse – sind ja meine eigenen Bilder im Kopf!

Überhaupt scheint mein Hirn irgendwie gar nicht zu checken, wie dreckig es mir gerade geht. In einer Art Amokmodus produziert es lauter solche nervtötende Bilder. Aber auch Musik: «Das alte Haus von Rocky Docky … und dann wieder von vorn, «Das alte Haus …». Oder auch: «I wanna be Daylight …», «I wanna be Daylight …», «I wanna be Daylight …», von den No-Angels. Richtig, Engel können das keine sein. Repetitiver Nonsens erster Güte, um mich zu quälen und zu foltern.

An Essen, immerhin meine absolute Lieblingsthematik, ist nicht zu denken. Hab ich eigentlich schon einmal erzählt, dass ich vor Jahren einmal nach einer Virusinfektion oder eventuell sogar als Nebenwirkung der Antibiotika (Ciproxin) über ein Jahr lang meinen Geschmacks- und Geruchssinn verloren habe? Nein?

Na gut, davon vielleicht ein andermal, ich will hier niemanden überstrapazieren. Bin ja nicht so ein seelenloser Quälgeist, wie mein Hirn.


Adams Aepfel und der Kuchen dazu

Äpfel im Regen

Wenn Frau Holle die Äpfel so kalt abduscht, dass sie gleich kiloweise von Baum fallen, dann muss man handeln. Wir wissen ja, wie das mit der Pechmarie endet.

Allerdings sind die ohnehin schon säuerlichen Sauergrauech noch nicht ganz reif. Daraus gedörrte Apfelringe, zum Beispiel, wurden nicht eifrig konsumiert sondern eilends kompostiert.

Die Sorte eignet sich hervorragend zum Mosten. Das übernimmt ein Bauer in der Region für zweimal die Hälfte. Aber erst ab einem Minimum von 30 Kilo.

Bis Oktober muss man sich da schon noch gedulden. Lagern lassen sie sich übrigens nicht besonders gut.

Das Ziel war deshalb: Apfelkuchen backen!

Ziele sind wichtig. Man muss einfach ein Ziel haben, sagt der unverbesserliche Gutmensch und Pfarrer Ivan in der bitterbösen dänischen Komödie Adams Äpfel dem noch böseren Nazi Adam. (Nächste TV-Ausstrahlung am Dienstag, 16. September 2008 um 01.25 Uhr auf ARTE).

Apfelkuchen, das ist mir aufgefallen, spielen in Filmen mit fiesen Charakteren sehr oft eine wichtige Nebenrolle. Sie stellen quasi das unbestechlich Gute dar.

Wenn wild mordende Typen sich ein grosses Stück Apfelkuchen bestellen, wenn sie eigentlich ihr nächstes Opfer exekutieren sollten, dann ist das so etwas wie ein letzter Funken Hoffnung für den Betrachter, dass auch im bösesten Menschen noch so etwas wie Gnade schlummern könnte – könnte.

Nun gibt es ja auf der Welt vermutlich so viele Apfelkuchenrezepte wie Grossmütter. Aber ausgerechnet meine Grossmütter haben mir kein Rezept überlassen. Gnadenlos.

Anyhow, war es nicht der amerikanische Astronom Carl Sagan , der gesagt hat: „If you wish to make an apple pie from scratch, you have first to invent the Universe“?

Gute Idee. Der beste Apfelkuchen in meinem ganzen Back-Universum geht so:

100 g Butter mit 100 g Zucker schaumig rühren, 2 Eier, Mark einer Vanilleschote, Abrieb einer halben Zitroneschale dazu, alles verquirlen und weiter rühren. 50 Gramm Mehl, 1 Teelöffel Backpulver und 100 g frisch geröstete, geschälte, grob gehackte, Mandeln dazugeben.

Dann zwei bis drei gewürfelte Äpfel zum Teig geben, 2 Tassen Schlagrahm unterheben und in eine ausgebutterte Springform giessen.

Oberfläche mit Apfelschnitzen belegen und für 30 bis 40 Minuten bei 180 backen. Fünf Minuten vor Schluss mit Zucker bestreuen und unter der Grillschlange karamellisieren. Etwas auskühlen lassen und dann mit Puderzucker (wer mag, auch etwas Zimt) bestäuben und selbstverständlich lauwarm geniessen.

Apfelkuchen in Springform

Apfelkuchen, und alles wird gut – hoffen wir zumindest.

Apfeltorte


Lizenz zum Wegblasen

Zu-und Abluft

Das Problem ist, ich kann leider nie von dieser technischen Gastrorevolution profitieren. Mich verbläst es schon „mit alles“, bevor ich auch nur einen Fuss da rein gesetzt habe. Aber das ist auch irgendwie gut so.

Das Lunch-Checks-Logo hingegen ist immer noch der Renner. Wir sollten wirklich mal was daraus machen, Sardenny!


Oil de Toilette

Globus Huile d’Olive

Gesehen bei Globus, aufgebaut im Eingangsbereich. Ältere Dame die sich staunend heranpirscht: «Ist das jetzt dieses berühmte Parfüm?».

56 Franken für 70cl sind schon heftig für ein paar Tropfen Château d’Estoublens (wer kennt es nicht, das berühmte Olivenöl-Luftschloss). Und die silbrige Geschenkbox kostet noch mal zusätzliche 13 Franken.

Ich geh mal zu Douglas und find out.

Globus Extra Vergine

Nachtrag: Eine sehr freundliche Angestellte der Globus Delikatessa hat sich heute Morgen bemüht, bei der Einkaufsabteilung genauer nachzufragen, um mich kurz darauf zurückzurufen.

Das Öl kommt aus der Vallée des Beaux de Provence. Und tatsächlich aus dem Château d’Estoublens. Die verwendeten Olivensorten sind Grossane, Saloneque, Dijeoline und Berruguette.

Jetzt kann ich mir also statt Cognac oder Whisky zur Abwechslung mal ein paar Tropfen dieses Luxusöls hinter die Ohren tupfen.


Nadia ist traumhaft, Maria ein Traum

Spiaggia Senigaglia

Keine Frage, bei «Da Nadia» isst man traumhaft gut. Es gibt natürlich keine Karte in dieser traditionellen, kleinen Fisch-Trattoria.

Alles hängt vom Tagesfang ab. Den besorgen die lokalen Fischer und verkaufen ihn frühmorgens in der Fischmarkthalle.

Das Ambiente ist familiär. Und es scheint immer noch gerade eben dieser Tisch dort frei zu sein. Was für ein Glück. Das Essen wird nicht bestellt, es wird vielmehr rezitiert und dann aufgetragen. Man will sowieso von allen vier, fünf Sachen probieren, die heute Abend zubereitet werden:

Sardoncini marinati

Mazzoline (Knurrhahn) mariniert, mit sauer eingelegtem Fenchel.

Cozze gratinate

Cozze (Miesmuscheln) gratiniert

Tagliatelle al pesce

Tagliatelle (hausgemacht, was denn sonst?) all Pesce

Gnocchetti ai Gamberetti

(Fluffig zarte Kartoffel-) Gnocchetti ai Gamberetti

Sogliole alle olive

Sogliole (butterzarte Mini-Seezungen) alle Olive

Anders bei «Da Maria», ebenfalls in Fano an der Adria. Ihre rustikal-authentische Reputation schlägt hohe Wellen. Man kann fast nicht bescheidener essen als hier, aber auch fast nirgends besser.

Sie hat nur sechs Tische im Innern der Trattoria und sechs weitere im Freien (wenn das Wetter mitspielt). Das heisst, man muss ein paar Tage vorher reservieren.

Aber noch wichtiger: Sie hat nur zwei, drei Fischer die sie berücksichtigt. Jeder von ihnen fischt mit einem kleinen Boot nach einer bestimmten Beute.

Für Calamari und Seppie ist Ivan zuständig. Enrico geht auf Seezungen, Butt und Seeteufel. Ein weiterer besorgt Muscheln wie Vongole, Cozze, Cannochie und Krustentiere.

Und Maria und ihre Tochter Domenica sind kompromisslose Köchinnen. Erschreckend kompromisslos. Denn wenn kein Fisch gefangen wird, die See stürmisch war oder, wie in meinem Fall, während einer ganzen Woche(!) Netze und Boote geflickt werden, dann bleibt die Trattoria eben geschlossen. Aus. Zu.

Weil ein anderer Fisch als der, den sie seit 37 Jahren von ihren Lieblingsfischern geliefert bekommt verarbeitet Maria nicht. Mit anderen Worten, Gäste sind überflüssig, wenn es keinen frischen, küstennahen und handverlesenen Fisch gibt.

Ist das nicht der grösste Respekt, den man seinen Gästen zollen kann? Ist das nicht Luxus in seiner reinsten Form?

Ich habe es leider nicht geschafft in der Trattoria Da Maria zu essen. Es bleibt aber mein Traum. Und das nächste Mal werde ich ihn einlösen. Ivan, Enrico, tut mir den gefallen, geht fischen!

Hier ein schöner Artikel von Slow Food Italia: slowfood11_28-1.pdf


Zur Abwechslung mal Couch-Potato

Delicious Days

Eine unwiderstehlich einladende Kombination, um sich genüsslich lesend auf der Couch zu räkeln: Wochenende, frische Thorntons Toffees aus London und das noch frischere Kochbuch delicious days von  Nicole Stich aus München.

Für die Foodbloggerin mit der coolsten Website (Time Magazine) ging vor einem Jahr ein Traum in Erfüllung, als sie einen Buchdeal vom grössten Kochbuchverlag Deutschlands angeboten bekam.

Und wie es sich für eine passionierte Foodbloggerin gehört, hat sie nicht nur einfach ihre schönsten Rezepte zwischen zwei Buchdeckel gepackt, sondern alles auch noch mit eigenen (brillanten) Fotos und Layoutideen garniert. Erfrischend authentisch also das Ganze!

Für mich ging auch ein kleiner Traum in Erfüllung, als ich Nicky diese Woche zum ersten Mal persönlich treffen konnte. Als Sahnehäubchen gabs natürlich ein signiertes Exemplar.

Danke Nicky, ich wünsche dir viel Erfolg mit dem Buch und weiterhin Unmengen von dieser unbändigen Inspiration, die du mit deiner Hingebung verbreitest.

deliciousdays


Bete, und es wird Sommer

Randen

Das Bild hat sich eingebrannt. Ich habs zwar nur einmal in einer Wochenendbeilage überblättert. Aber es ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Ist manchmal so.

Keine Ahnung, wie das Rezept war. Ob es überhaupt abgedruckt war. Aber als ich wieder daran dachte, hatte ich eine klare Vorstellung davon, wie ich es zubereiten wollte: Mit Joghurt und frischer Minze.

Mittlerweile habe ich eine ähnliche, türkische Version entdeckt, die heisst «Pancar Salatasi». Leider wird dann die Bete meist geraffelt unter den Joghurt gezogen und sieht daher aus, wie schon mal gegessen.

Ah, und dann fällt mir noch ein: Es ist vegetarisch. Ja, klar. Und jetzt? Ich bereite andauernd vegetarische Gerichte zu. Nur gehe ich nicht damit hausieren. «Hey, seht alle her: das ist ein vegetarisches Gericht!»

Was soll das? Es gibt hunderte so genannt mediterrane Gerichte ohne Fleisch. Jedes zweite Pastagericht kommt ohne Fleisch aus. Die italienische Küche ist reich an Gemüse- und Getreidegerichten. Nur macht sie keinen Aufstand drum.

Sie sind eher zufällig fleischlos. Von „Natur aus“ vegetarisch, wenn man so will. Sie sind nicht „extra“ auf Vegetarisch gemacht. Ich sage nie, ich habe etwas Vegetarisches gekocht. Ich sage, ich habe etwas Gutes gekocht, geniesst es!

Die meisten «vegetarischen» Gerichte hingegen finde ich nicht gut. Überhaupt nicht gut, um ehrlich zu sein. Denn sie wollen immer etwas beweisen.

In erster Linie gegenüber Fleischgerichten natürlich. Sie wollen beweisen, wie kreativ sie sind, wie aufregend gewürzt, wie gesund, vollwertig (das Gegenteil von minderwertig!) oder wie exotisch gewagt.

Aber warum kommen dann so dumme Sachen dabei heraus wie vegetarische Burger, vegetarische Würste und vegetarische Schnitzel? Gott, wie anstrengend ist das denn, bitte.

Hier also mein Rezept für 2 nette Personen (von mir aus auch Vegetarier):

2 mittelgrosse, gekochte Randen (rote Bete) schälen.
In 2 mm dünne Carpaccioscheiben schneiden.

In rotem Aceto Balsamico, Olivenöl,
Salz und Pfeffer 30 Minuten marinieren.

1 Becher Naturejoghurt auf flache Teller verteilen.
1 EL frische, gehackte Pfefferminze darüber streuen.

Randencarpaccio auf Joghurt verteilen, mit verbleibender
Marinade nappieren und weitere Minze darüber geben.

Rote Bete

Randen_1



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